Brand in der Beatmungs-WG an der Jahnstraße: Ein Großaufgebot an Rettungskräften konnte Schlimmeres verhindern. © Stephanie Tatenhorst
Hubschrauber im Einsatz

Feuer in Beatmungs-WG mit Schwerstpflegefällen: Betreiber räumt Fehlverhalten ein

Ein Großaufgebot an Rettungskräften inklusive Hubschrauber sorgte am Dienstag für Aufsehen in Oberaden. Es brannte auf einem Herd in einer Beatmungs-WG –weil ein Mitarbeiter etwas vergessen hatte.

Dass die Brandmeldeanlage ordnungsgemäß funktionierte und ihren Dienst versah, verhinderte am frühen Dienstagmorgen vermutlich Schlimmeres: Als in einer Beatmungs-AG an der Jahnstraße auf dem Herd liegende Kartonagen in Brand gerieten und ein kleines Feuer verursachten, wurde das relativ zügig erkannt.

„Die Brandmeldeanlage des Hauses ist direkt mit der Feuerwehrleitstelle verbunden – und die Technik hat einwandfrei funktioniert“, erklärt Nikolaos Alexiou vom Aero-Pflegedienst, der an der Jahnstraße eine von drei Wohngemeinschaften für Beatmungspatienten betreibt.

Fast habe die Anlage schon zu gut funktioniert, denn die Mitarbeiter hatten nahezu zeitlich mit den Brandmeldern das Feuer entdeckt und es schnell gelöscht. „Aber natürlich wurde erst gelöscht und dann bei der Leitstelle Entwarnung gegeben“, erklärt Alexiou. „Da waren die schon unterwegs.“

Tatsächlich eilten die Feuerwehreinheiten Oberaden, Heil und Weddinghofen herbei, zudem die Wehrleitung und der Einsatzleitwagen aus Overberge sowie zwei Rettungswagen. Der Notarzt wurde per Hubschrauber eingeflogen, der am Feldrand zwischen Discounter und Dornbrauck landete.

Die Feuerwehr Bergkamen rückte am frühen Montagmorgen zur Jahnstraße aus, weil diese überflutet war. Die Gullis waren verstopft. Trotz anfänglicher Hitze und Gewitter am Sonntagabend war das Wochenende für die Feuerwehr recht ruhig.
Die Feuerwehr Bergkamen rückte am frühen Montagmorgen zur Jahnstraße aus, weil diese überflutet war. Die Gullis waren verstopft. Trotz anfänglicher Hitze und Gewitter am Sonntagabend war das Wochenende für die Feuerwehr recht ruhig. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Für alle Fälle gewappnet

Da in der Beatmungs-WG teils schwerstpflegebedürftige und entsprechend behinderte Patienten leben und sich die WG im Erdgeschoss eines Wohnkomplexes mit seniorengerechten und barrierefreien Wohnungen befindet, war keine Zeit zu verlieren.

Der Rettungshubschrauber landete am Feldrand hinter dem Discounter. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Die Feuerwehr hatte die Situation schnell unter Kontrolle und konnte tatsächlich Entwarnung geben. Fünf Mitarbeiter sowie zwei Bewohner der Anlage wurden dennoch von Notarzt und Rettungsdienst untersucht und in Augenschein genommen.

Nachdem auch Luftmessungen im Gebäude durchgeführt waren und diese keine Gefahren mehr andeuteten, konnte für das alle Hausbewohner Entwarnung gegeben werden.

Pflegedienst zieht sofort Lehren aus dem Vorfall

Während des Einsatzes lief der Verkehr auf der Jahnstraße weiter und wurde lediglich etwas ausgebremst. Dass es überhaupt zu dem Einsatz kommen konnte, schreibt Nikolaos Alexiou dem unüberlegten Fehlverhalten eines Mitarbeiters zu: „Es wurden Dinge ausgepackt und der Karton auf dem Herd liegen gelassen. Dass die Platte auf 1 eingeschaltet war, wurde nicht bemerkt.“

Der Pflegedienst habe sofort seine Lehren aus dem Vorfall gezogen: „Der Hausmeister hat nun alle Herde, die nicht benutzt werden, vom Stromkreis genommen.

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