Feste feiern im ehemaligen Skipper-Treff – neue Gastronomie für die Marina Rünthe

dzPachtvertrag geschlossen

In den Skipper-Treff an der Marina zieht neues Leben ein. Zwei Gastronomen aus Bergkamen und Kamen übernehmen ihn. Beim ehemaligen „Gate to Asia“ steht ein Vertragsabschluss bevor.

Bergkamen

, 18.12.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit längerer Zeit haben Besucher an der Marina nur eine begrenzte Auswahl, wenn sie nach einem Ausflug noch irgendwo einkehren wollen. Es gibt das Hafencafé, das Restaurant zum Yachthafen und die Cocktail-Bar„Liquid Liberty“, die aber alle eines gemeinsam haben: Sie befinden sich eher am Rand des Marina-Geländes. Die Gastronomie am zentralen Hafenplatz und am kleineren Nebenplatz steht jedoch leer, seit das „Gate to Asia“ und das Hotel-Restaurant „Nauticus“ geschlossen sind.

Jetzt gibt es im „Skipper-Treff“, der zum Nauticus gehörte, zumindest wieder Feiern. Auch für die anderen Räume ist eine neue Nutzung greifbar – wenn auch nicht in allen Fällen Gastronomie einzieht.

Pachtvertrag in dieser Woche unterschrieben

Den Skipper-Treff hat der Eigentümer „beta Immobilien“ an die beiden Gastronomen Ali Celebi und Aziz Gümüsyay aus Kamen und Bergkamen vermietet. Den Vertrag haben sie in dieser Wochen unterschrieben. Er soll künftig zwar nicht wie eine Gaststätte jeden Tag geöffnet sein. Celebi und Gümüsyay planen eine „Eventgastronomie“. Die Räume sollen für private Feiern wie Hochzeiten oder runde Geburtstage vermietet werden – einschließlich Essen und Getränken. „Wir arbeiten mit einem Partyservice zusammen“, sagt Celebi.

Feste feiern im ehemaligen Skipper-Treff – neue Gastronomie für die Marina Rünthe

Das Unternehmen „beta Immobilien“, das seinen Sitz ebenfalls an der Marina hat, ist Vermieterin der Immobilien. © Stefan Milk

Stilvolle Umgebung und ausreichend Parkplätze

Bei den Hochzeitsfeiern geht es nicht um Groß-Hochzeiten wie im Event-Center an der Industriestraße, sondern um eine Feier im normalen Rahmen mit einer größeren Gesellschaft. „Für alles andere sind die Räume auch zu klein“, meint Celebi.

Er sieht gute Chancen, dass der bisherige Skipper-Treff sich als Ort für solche Feiern etabliert. Das Umfeld sei ideal, findet der Gastronom: „Die Location an der Marina ist gut und im Umfeld gibt es ausreichend Parkplätze.“

Die beiden neuen Inhaber des Skipper-Treff, der vermutlich einen neuen Namen bekommt, haben schon seit Jahren Erfahrung in der Gastronomie. Celebi hatte unter anderem lange einen Döner-Imbiss in Werne und eine Café mit Bar in Lünen. Gümüsyay war Betreiber eines Restaurants in Recklinghausen. Diesmal wollten die beiden Gastronomen etwas anderes machen, sagt Celebi. „Etwas, bei dem wir nicht jeden Tag im Laden stehen müssen.“

Feste feiern im ehemaligen Skipper-Treff – neue Gastronomie für die Marina Rünthe

Auch in das ehemalige „gate to Asia“ im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes am Hafenplatz zieht wahrscheinlich wieder Gastronomie ein. Ein Unternehmen hat ernsthaftes Interesse an mindestens der Hälfte der leerstehenden Fläche. © Stefan Milk

Ernsthafter Interessent für Teil des ehemaligen „Gate to Aisa“

Für Ausflügler in die Marina ist der ehemalige Skipper-Treff eher kein Ziel. Aber auch sie können auf ein zusätzliches gastronomisches Angebot hoffen.

Beta-Gebäude

Komplex mit Gastronomie und Trauzimmer

Das Unternehmen „beta-Immobilien“ hat vor einigen Jahre fast den gesamten östlichen Bereich direkt am Ufer des Hafenbeckens bebaut. Der Platz war lange frei geblieben, nachdem sich schon im Umfeld Gewerbebetriebe und ganz im Westen das Fitness-Center California mit dem heutigen „Restaurant am Yachthafen“ angesiedelt hatten. In dem neuen Komplex siedelte sich beta mit seiner Verwaltung an, schuf in den Obergeschossen Wohnungen, die offiziell als Ferienwohnungen firmieren, das Hotel und siedelte im Erdgeschoss Gastronomie an. In dem Komplex befindet sich auch das Trauzimmer der Stadt für Paare, die nicht im eher schmucklosen Rathaus getraut werden möchten. Wohl auch deshalb bietet sich ein Ort für Hochzeitsfeiern in der unmittelbaren Umgebung an.

Für das ehemalige Gate to Asia gibt es ein Unternehmen aus der Gastronomie, das Interesse an „mindestens der Hälfte der Fläche“ hat, sagt Achim Krähling vom Vermieter beta Immobilien. Es handele sich auch nicht mehr um ein loses Interesse, sondern es habe mittlerweile schon mehrere Abstimmungsgespräche gegeben.

Das Unternehmen, das einziehen möchte, muss sein „Ja“ aber noch intern abstimmen. Krähling ist zuversichtlich, dass es bald dazu kommen wird.

Möglicherweise werden nicht nur Ausflügler Gäste des neuen gastronomischen Angebots, sondern auch die Angestellten eines Unternehmens, das sich im ehemaligen Hotel Nauticus ansiedeln will. Das Unternehmen plant, die 13 Hotelzimmer zu Büroräumen umzubauen und will auch das Restaurant zum Teil nutzen. „Auch dort planen wir, das Restaurant aufzuteilen“, sagt Krähling. Ein Teil könnte dann auch noch anderweitig genutzt werden, möglicherweise auch für Gastronomie.

Feste feiern im ehemaligen Skipper-Treff – neue Gastronomie für die Marina Rünthe

In das ehemalige Hotel und Restaurant „Nauticus“ wird wahrscheinlich ein Unternehmen einziehen, das dort Büros einrichten will. Das Restaurant im Erdgeschoss könnte geteilt und zum Teil wieder gastronomisch genutzt werden. © Stefan Milk

Büros im ehemaligen Hotel und Restaurant „Nauticus“

Auch für das Nauticus steht das endgültige „Ja“ des möglichen neuen Mieters noch aus. Krähling ist aber sicher, dass das nur noch eine Frage der Zeit ist. „Da müssen mehrere Ebenen zustimmen“, sagte er. Das Stadtmarketing wird es freuen. Das Stadtmarketing hatte mehrfach geklagt, dass der zentrale Bereich am Hafenplatz nach dem Ede der beiden Restaurants verödet ist. Versuche, den Platz zumindest im Sommer zu beleben, hatten jeweils nur geringen Erfolg: Ausgerechnet in den beiden Jahren, als es eine Strandbar auf dem Hafenplatz gab, waren die Sommer eher kühl und verregnet.

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