Feine Sause im Sand

dzKunst und Reggae

Bergkamen ist nicht gerade für seine reiche Burgenlandschaft bekannt. Das sollte sich ändern, zumindest temporär. Die „Sandburgensause“ verwandelte die Marina für einen Tag in einen Sandstrand.

von Niklas Mallitzky

Bergkamen

, 12.08.2018, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

An dem können sich vor allem Kinder am Samstag nach Herzenslust austoben. Das musikalische Programm am Abend sorgt auch bei erwachsenen Besuchern für beste Unterhaltung.

„Wir haben eine Vulkanburg gebaut“, berichtet Theo und blickt zufrieden auf das Werk, das der Sechsjährige gemeinsam mit seinem dreijährigen Bruder Justus aus Sand geschaffen hat. „Dafür haben wir nur Schaufeln und unsere Hände benutzt.“ Nun gilt es, das vergängliche Bollwerk vor unachtsamen Besuchern zu schützen. Einmal nicht aufgepasst, schon ziert ein Fußabdruck der Größe 34 den Eingang der Burg. Auch kein Problem, Theo und Justus haben den Schaden schnell wieder behoben.

Meerjungfrau aus Sand

Feine Sause im Sand

Nach der Sause im Sand stand Reggae-Musik mit den beiden Bands „Riddim Posse“ und „Urban Tropical Beats“ auf dem Programm. © Stefan Milk

Die Sandburgensause feiert Premiere in der Marina, bereits am Morgen haben Karsten Quabeck und seine Kollegen den Beta-Hof für die bevorstehende Veranstaltung hergerichtet. Jede Menge Sand im Zentrum des Hofes bietet den Kindern eine Menge Raum und vor allem Rohstoff, um auch kreativste Bauvorhaben umzusetzen. Palmen-Deko und Strandstühle runden das Strand-Ambiente ab, um 13 Uhr fällt der Startschuss.

Während die Kinder mit Schaufeln und Formen ihren Ideen freien Lauf lassen, beginnen auch Karina Cooper und Christian Fischer mit ihrer Arbeit. Ihr Medium ist ebenfalls der Sand, vor den Augen der Besucher schaffen sie in kurzer Zeit echte Kunstwerke. Fischer kommt aus Frankfurt und ist eigentlich Bildhauer, Cooper lebt in Oldenburg und ebenfalls Bildhauerin. Beide sind sich einig: „Sand ist ein spannendes Medium, weil die Bearbeitung leichter von der Hand geht als bei Stein.“

Reggae am Strand

Feine Sause im Sand

Bildhauer Christian Fischer erschuf an der Marina eine Meerjungfrau aus Sand. © Stefan Milk

Mit dem Sand, mit dem die Kinder Burgen und Schlösser bauen, können die Künstler nur wenig anfangen.

„Unser hat einen gewissen Lehmanteil“, verrät Fischer, der an einer Meerjungfrau im Stile klassischer Galionsfiguren arbeitet. Cooper erklärt weiter: „Außerdem ist die Körnerstruktur anders, nämlich eckiger. Normale Sandkörner sind von Wind und Wetter rund geschliffen.“ Bereits am Morgen haben die Künstler ihren Sand in einem Holzgestell verdichtet und zu einem massiven Block geformt, den sie dann weiterverarbeiten können.

Ganz so ausgefallen wie die Werke der Künstler sind die Burgen der Kinder zwar nicht, aber das ist auch nicht so wichtig. „Die Kinder sollen Spaß haben“, meint Quabeck. „Deswegen bekommt auch jeder Teilnehmer einen Gutschein für den ‚Frozen Joghurt‘-Stand.“

Natürlich haben er und sein Team auch an die erwachsenen Besucher gedacht. Ihr Anspruch sei es, die Gäste immer wieder mal mit neuen Ideen zu überraschen. „Deshalb achten wir zum Beispiel darauf, dass das kulinarische Angebot abwechslungsreich bleibt.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Sandburgen-Sause

12.08.2018
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Passend zum Strandfeeling an der Marina während der Sandburgen-Sause gab es auch Reggae-Musik.© Stefan Milk
Christian Fischer formte Kunst aus Sand. © Stefan Milk

Maja (3, links) und Mila (5) genießen die Sause an der Marina in vollen Zügen.© Stefan Milk

Karina Cooper bearbeitet ihre Skulptur mit eine kleinen Axt.© Stefan Milk
Dieses Kunstwerk von
Karina Cooper hat beachtliche Formen. © Stefan Milk

Linus (knapp 1 Jahr) versucht sich ebenfalls als Sandkünstler. © Stefan Milk
Konzentriert arbeitet
Jaron (6) an seinem Werk aus Sand.© Stefan Milk

Spätestens das Musikprogramm dürfte dann auch die letzten, kritischen Besucher überzeugen. Passend zum karibischen Flair samt bunter Cocktails läutet die Band „Riddim Posse“ den musikalischen Teil des Abends ein. Mit einem Mix aus Reggae, Calypso und dem schnelleren Soca sorgen sie für nickende Köpfe und wippende Beine, neben bekannten Klassikern spielen sie auch eigene Titel. Später knüpfen dann „Urban Tropical Beats“ an den gelungenen Auftritt der Riddim Posse an.

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