Experten beraten über Maßnahmen für die Bergkamener Stadtmitte

dzKonzept „Bergkamen mittendrin“

Die Bestandsaufnahme und die Phase für neue Ideen für das Stadtmittekonzept „Bergkamen mittendrin“ ist abgeschlossen. Jetzt kommt die Zeit der Fachleute: Sie sollen daraus ein Konzept machen.

Bergkamen

, 02.10.2019, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Monaten hatte die „Planungsgruppe Stadtbüro“ viel zu tun. Sie machte eine Bestandsaufnahme in der Bergkamener Stadtmitte, insbesondere an den vier Schwerpunkten, der Zeche Grimberg 1/2, der Fußgängerzone am Nordberg, dem Hallenbad-Umfeld und dem Bereich um das Rathaus. Sie sammelte die Ideen und Anregungen von Bürgern, die sich unter anderem mehr Gastronomie, Abendunterhaltung, Angebote für Kinder und Jugendliche, bessere Einkaufsmöglichkeiten und Verbesserungen im öffentlichen Raum wünschen. Und sie sprach mit Mitarbeitern der unterschiedlichen Abteilungen in der Stadtverwaltung, die mit der Bergkamener Stadtmitte zu tun haben – neben den Stadtplanern auch mit dem Sozialamt, dem Jugendamt, den Streetworkern und dem Integrationsbüro.

In den kommenden Wochen schlägt die Stunde der Fachleute. Sie sollen aus all dem, was die Planungsgruppe zusammengetragen hat, ein Konzept machen, wie sich die sogenannte Bergkamener Innenstadt entwickeln soll. Im Oktober und November, möglicherweise auch noch im Dezember sollen sie sich zu Workshops treffen, kündigt Thomas Reichling an, der Leiter des Bergkamener Planungsamtes.

Experten klopfen Ideen auf ihre Erfolgsaussichten ab

Bei den Expertenrunden geht es auch darum, die Ideen für die Stadtmitte auf ihre Machbarkeit und ihre Erfolgsaussichten abzuklopfen. Dabei geht es beispielsweise darum, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, auf dem ehemaligen Zechengelände ein Autokino einzurichten oder ob sich dort ein weiteres Gewerbegebiet einrichten lässt, das auch den Förderturm integriert, der unter Denkmalschutz steht.

Beim Hallenbad geht es darum, zu überlegen, wie die Flächen nach dem Abriss genutzt werden sollen. Denkbar sind dort Wohnungsbau oder soziale Einrichtungen.

Experten beraten über Maßnahmen für die Bergkamener Stadtmitte

Bei der Fläche der ehemaligen Zeche Grimberg 1/2 geht es auch darum, wie sich ein Gewerbegebiet entwickeln lässt, in das der denkmalgeschützte Förderturm einbezogen wird. Noch steht die Fläche unter Bergaufsicht. © Borys Sarad

Es geht nicht nur um städtebauliche Fragen

Es soll aber nicht nur um städtebauliche Fragen wie diese, sondern auch um soziale Belange gehen. In diesem Bereich von Bergkamen-Mitte gibt es auch eine ganze Reihe von sozialen Problemen. Es geht auch um Überlegungen, ob es sinnvoll ist, ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Bewohner der Stadtmitte einzurichten.

Erneuter Workshop mit Bürgern geplant

Wenn die Experten ihre Arbeit abgeschlossen haben, können sich wieder die Bürger äußern. Es ist vorgesehen, das Konzept, das die Experten vorschlagen, in einem öffentlichen Workshop vorzustellen. Bürger sollen dann noch einmal ihre Meinung zu den Vorschlägen sagen können.

Nachdem mögliche Änderungen eingearbeitet sind, hat der Stadtrat das letzte Wort: Er soll das integrierte Handlungskonzept „Bergkamen mittendrin“ voraussichtlich im Frühjahr 2020 beschließen.

Umsetzung nach dem Ratsbeschluss

Danach kann dann die schrittweise Umsetzung beginnen. Das Handlungskonzept soll die Grundlage von Förderanträgen sein, die Bergkamen bei der Landesregierung stellt. „Dafür müssen wir Maßnahmen konkret benennen können“, sagt Reichling. Sie sollen aus dem Konzept hervorgehen.

Schlechte Erfahrungen mit Investitionen

Bei der Entwicklung solcher Maßnahmen werden sich die Experten vermutlich sehr genau anschauen, welche Investitionen bisher Erfolg hatten. Investitionen in den öffentlichen Raum an der Präsidenten- und der Ebertstraße hatten in der Vergangenheit wenig Erfolg. Der erhoffte Effekt, dass auch Private in ihre Immobilien an den Straßen in der Stadtmitte investieren, blieb weitgehend aus.

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