Europäische Musik zwischen Kunstwerken

dzCelloherbst-Konzert

Beim Celloherbst beeindruckten zwei italienische Künstler am Cello und Klavier, die zu einer Reise durch Europa einladen.

von Alexandra Prokofev

Bergkamen

, 29.10.2018, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei große Instrumente und zwei große Musiker: Im Rahmen des Celloherbstes beeindruckten Ferdinando Vietti und Maurizio Barboro am Sonntagabend mit feinfühligen Melodien und viel musikalischem Geschick.

Und das ganz nach dem Motto des Celloherbstes, das dieses Jahr „Europa“ lautet. Warum, weiß Felicitas Stephan, künstlerische Leiterin des Celloherbstes: „Das arme Europa erlebt schwierige Zeiten“.

In der Galerie „Sohle 1“ führen die Musiker ihre Gäste durch klassische Melodien und damit durch Erfolgsstücke aus ganz Europa. Von deutschen Stücken Schumanns geht es weiter mit italienischen Sonetten Brahms bis hin zum französischen Debussy.

„Das Konzert ist auch eine Hommage an Claude Debussy, zu seinem 100. Todestag“, berichtet die Leiterin.

Die Finger Viettis gleiten hastig über die Cellosaiten, die Hände Barboros bewegen sich fließend über die Tasten: Die italienischen Gast-Musiker beeindrucken die Besucher mit viel Fingerfertigkeit und Feingefühl.

Cello und Klavier sind eins

Von tragischen und wehmütigen Melodien geht es weiter mit dramatischen und plötzlichen Wendungen. Perfekt ergänzen sich Cello und Klavier. Schon bei den ersten Stücken verschmelzen die Töne der Instrumente so ineinander, das sie kaum noch zuzuordnen sind. Jede Melodie der bekannten Künstler spielen die Musiker mit größter Hingabe und Gefühl. Ob die Tragik in Schumanns Stücken oder die euphorischen Wendungen in Brahms Melodien: die Emotionen und Geschichten der Musikstücke sind in der konzentrierten Mimik der Musiker abzulesen.

Und das alles inmitten von Kunstwerken und unter gemütlichem Licht der Scheinwerfer in der Galerie. „Den Celloherbst zeichnet auch aus, dass er immer an schönen Orten stattfindet“, weiß Simone Schmidt-Apel vom Kulturreferat.

Zum achten Mal gibt es den musikalischen Herbst in der Region. Und den konzentrierten und beeindruckten Gesichtern der Gäste nach zu urteilen, auch nicht zum letzten Mal.

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