Zumindest am ehemaligen Restaurant „Nauticus“ ist schon etwas zu sehen. Der Umbau zum „Pier 47“ hat begonnen und die Pächter suchen auf Plakaten schon Personal. © Marcel Drawe
Marina Rünthe

Essen und Trinken an der Marina – das kommt, wenn Corona vorbei ist

Noch hemmt die Pandemie die Gastronomie und Veranstaltungen an der Marina. Wenn die Corona-Maßnahmen gelockert werden, wartet ein größeres Angebot auf Gäste – auch wenn es an einigen Stellen noch hakt.

Eva Kamp wartet schon sehnsüchtig darauf, dass der Lockdown endlich zu Ende geht. Sie ist die neue Inhaberin der Cocktail-Bar „Liquid Liberty“ an der Marina Rünthe und hat die Zeit in der Corona-Pandemie gut genutzt. Die ehemalige Mitarbeiterin des „Liquid Liberty“ hat die Cocktail-Bar von ihrem bisherigen Chef Mario Kube übernommen und in den vergangenen Wochen gründlich renoviert und zum Teil auch neu gestaltet. „Jetzt ist alles so, wie ich es mir vorstelle“, sagt sie – bis auf die Gäste.

Die neue Inhaberin Eva Kamp hat das Liquid Liberty renoviert und zum Teil neu gestaltet. Am Wochenende soll zumindest ein Außenverkauf beginnen. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Der neuen Betreiberin würde es schon reichen, wenn endlich wieder Außengastronomie zugelassen würde. Das mache für sie ohnehin den größten Teil des Umsatzes aus. „Innen haben wir ja ohnehin nicht so viel Platz“, sagt sie.

Die Besucher der Marina finden ab dem kommenden Wochenende aber auch so wieder ein Angebot im Liquid Liberty. Kamp will wieder den Außer-Haus-Verkauf starten und an einem Verkaufsfenster heiße Suppe, Waffeln, Cocktails und Kaffeespezialtäten zum Mitnehmen anbieten. Viele Gäste hätten schon danach gefragt – und sie freut sich schon, ihre Stammgäste wiederzusehen.

Der Pachtvertrag für das Hafencafé soll bald unterschrieben werden. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Das Liquid Liberty ist nicht der einzige Lichtblick für die Gastronomie an der Marina. Zumindest der östliche Teil um den kleinen Platz und das Leitwerk könnte bald wieder gut mit Angeboten bestückt sein – wenn Restaurants und Cafés wieder öffnen dürfen. Der Werner Rainer Enste und sein Schwager David Seepe aus Kamen, die aus dem ehemaligen Restaurant „Nauticus“ das „Pier 47“ machen wollen, arbeiten schon am Umbau. Sie wollen es zum Sommer eröffnen, falls die Corona-Bestimmungen das zulassen.

Am ehemaligen „Gate to Asia“ wirbt Beta Immobilien noch um neue Nutzer. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Nur beim Hafencafé und dem ehemaligen Restaurant „Gate to Asia“ hakt es zurzeit ein wenig. Die Beta Immobilien GmbH, der beide gehören, hat zwar schon mögliche Nutzer. Die Mietverträge sind aber noch nicht unterschrieben. Beim Hafencafé sind wohl nur noch einige Formalitäten zu erledigen. Beta-Geschäftsführer Achim Krähling ist zuversichtlich, dass der Vertrag bald unterschrieben wird. Das Konzept des neuen Pächters sieht wieder ein Café vor, in dem es auch Kaffee, Kuchen und Frühstück geben soll.

Komplizierter scheint die Lage beim ehemaligen Gate to Asia zu sein. Dort gibt es zwar auch mögliche Pächter, die eine Filiale des „Iron Diner“ eröffnen wollen. Im Moment herrscht dort aber offenbar Stillstand. Krähling hat Verständnis: „Wer will in diesen Zeiten schon in Gastronomie investieren“, sagt er.

Das Festival „Kids and Burger“ 2019 an der Marina. Das Stadtmarketing hofft, dass es vielleicht doch im August stattfinden kann – möglicherweise mit etwas mehr Abstand. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die große Fläche des ehemaligen Restaurants zu teilen und zum Teil anders zu vermieten kommt für Krähling nicht in Frage. „Damit würden wir uns Möglichkeiten verbauen“, sagt er.

Das Stadtmarketing hofft übrigens, dass der Lockdown und die Beschränkungen für Veranstaltungen in diesem Jahr zumindest noch zum Teil aufgehoben werden und macht sich schon Gedanken über Veranstaltungen in der Marina. Bis Ende Juni sind alle Veranstaltungen abgesagt. Auch für den „Weingenuss am Wasser“, geplant für den 16. bis 18. Juli, sieht Stadtmarketing-Chef Karsten Quabeck noch keine guten Chancen. „Das lebt ja vor allem von der Geselligkeit“, sagt er.

Auch Oldtimer könnten im August an der Marina Station machen.

Anders sieht es mit der „Oldtimer-Klassik Bork“ aus, bei der Oldtimer an der Marina und im Römerpark Station machen sollen. Auch das „Kids- und Burger-Festival“ am 21. und 22. August könnte noch stattfinden, falls es die Corona-Lage zulässt.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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Michael Dörlemann
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