Es soll endlich eine neue Anlaufstelle für das Streetwork geben

dzJugendarbeit

Nicht nur Sozialdezernentin Christine Busch will den Bau einer neuen Anlaufstelle für das Streetwork in Angriff nehmen. Die CDU beantragt Mittel für den Haushalt – als Gedächtnisstütze.

Bergkamen

, 29.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anlaufstelle „Anstoß“ der Bergkamener Streetworker ist schon lange zu klein und hat die falsche Aufteilung. In einigen Jahren soll sie ganz abgerissen werden – dann, wenn das neue Bad am Häupenweg fertig ist und die Stadt das alte Hallenbad an der Lessingstraße aufgeben kann.

Alle Versuche, einen Ersatz für die Anlaufstelle zu finden, die als eine Art Jugendheim für Bergkamen-Mitte fungiert, sind bisher gescheitert. Schon vor einiger Zeit hatte Sozialdezernentin Christine Busch angekündigt, dass sie das Thema wieder auf die Tagesordnung bringen will. Jetzt bekommt sie Unterstützung von der Opposition im Stadtrat.

Neue Mittel für die Anlaufstelle im nächsten Haushalt

Die CDU-Fraktion beantragt, wieder Mittel in Höhe von einer halben Million Euro für eine neue Anlaufstelle im nächsten Doppelhaushalt 2020/2021 vorzusehen, über den der Stadtrat am übernächsten Donnerstag, 12. Dezember, berät. Die Mittel waren eigentlich schon im laufenden Haushalt vorgesehen. Da sich jedoch alle Pläne für eine neue Anlaufstelle zerschlugen, wurden sie schließlich zu anderen Projekten verschoben – auch um die exorbitant gestiegenen Baukosten aufzufangen.„Wir wollen, dass in den kommenden zwei Jahren endlich ein neuer Standort für die Anlaufstelle gefunden wird“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel. Seine Fraktion habe den Eindruck, dass die Anlaufstelle bei der Stadtverwaltung keine Priorität mehr habe, meinte er. Deshalb wolle sie jetzt ein Zeichen setzen.

Mieten oder kaufen ist der CDU egal

Auch nach Ansicht der Christdemokraten müssen die Streetworker endlich ein neues Domizil bekommen, weil sie an ihrem bisherigen Sitz nicht mehr vernünftig arbeiten können. Dabei gehe es nicht unbedingt darum, ein neues Gebäude zu errichten. „Ganz egal wie, ob ein Neubau oder ein gemietetes Objekt – es muss sich in dieser Frage endlich etwas tun“, sagte Heinzel.

Die Sozialdezernentin, die für das Streetwork zuständig ist, hatte sich immer einen neuen Standort in Bergkamen-Mitte im Umfeld des Nordbergs gewünscht. Dort liegt auch der Schwerpunkt der Streetwork-Arbeit.

Alle Pläne, dort ein geeignetes Objekt zu mieten oder eine Anlaufstelle zu bauen, haben sich zerschlagen. In der ehemaligen neuapostolischen Kirche an der Lasallestraße erwiesen sich die Heizkosten als zu hoch. Auch Pläne, die Anlaufstelle als Anbau an die geplante neue Turnhalle an der Freiherr-vom-Stein-Realschule zu errichten scheiterten.

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