In der Stadthalle in Kamen bekamen viele ihre Booster-Impfung, aber auch einige ihre erste Impfung gegen das Coronavirus. Das freut die Stadt. © Udo Hennes
Impfwochenende

„Erstaunlich viele Erstimpfungen“ in Kamen und Bergkamen

In Kamen und Bergkamen wurde in den vergangenen Tagen geimpft, was das Zeug hält. Sowohl in Praxen als auch in der Kamener Stadthalle und in der Marina. Es waren viele Erstimpfungen dabei.

„Ich nehme Johnson and Johnson, damit es schnell geht“, sagt ein Wartender vor dem Jugendkulturcafé in Kamen am Sonntag. Er holt sich bei der Impfaktion des Kreises seine erste Impfung gegen das Coronavirus, weil er keine Lust hat, sich jeden Tag vor der Arbeit testen zu lassen. Seine drei Begleiterinnen und Begleiter nicken nur, auch sie werden heute zum ersten Mal geimpft. Und sie sind nicht die einzigen.

„Es waren erstaunlich viele Erstimpfungen“, sagt auch Carsten Quabeck, Chef des Bergkamener Stadtmarketings. Er organisiert gemeinsam mit Kollegen der Stadt Werne das Impfzentrum in der Marina, das Freitag mit den Impfungen startete. „Es waren etliche dabei, die ihre erste Spritze bekommen haben“, so Quabeck. Johnson and Johnson gab es in dem Impfzentrum allerdings nicht, sondern ausschließlich Biontech.

60 Erstimpfungen in der Stadthalle Kamen

Kaum Erstimpflinge waren es indes bei der Impfaktion am Samstag im Gesundheitszentrum am Nordberg. Von den rund 300 Menschen, die dort an nur einem Tag geimpft wurden, haben nur zwölf ihre erste Spritze bekommen, wie eine Arzthelferin am Montag berichtet.

Deutlich mehr waren es in der Stadthalle Kamen. „Wir hatten in der Stadthalle 60 Erstimpfungen. Das ist natürlich ein toller Wert“, sagt Stadtsprecher Peter Büttner. Es sei jetzt das Wichtigste in dieser Situation, dass viele Menschen geimpft sind. Insgesamt wurden am Samstag 758 Menschen in der Kamener Stadthalle geimpft.

Die Impflinge haben vorher Termine vereinbart. Allerdings kamen auch ein paar Menschen ohne Termin vorbei. Sie wurden nicht geimpft, weil genau so viel Impfstoff vorhanden war, wie Termine vergeben wurden. Einfach weggeschickt wurden die Menschen aber auch nicht, weil aufgefallen war, dass sie keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben, zum Beispiel wegen Sprachbarrieren. Bei ihnen habe man das Gefühl gehabt, dass sie gar nicht mitbekommen haben, wie genau man an eine Impfung kommen kann, erklärt Büttner.

Die Stadt will sie nun dabei unterstützen, sich einen Impftermin zu vereinbaren. Das geht bei Hausärzten, auf der Seite des Kreises Unna oder auch bei offenen Impfterminen ohne Termin. Hier ist es aber erfahrungsgemäß gar nicht so einfach, eine Dosis zu bekommen, weil die Schlangen sehr lang sind – so wie auch am JKC am Samstag. Viele gingen ohne Piks heim.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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