An der Marina Rünthe führt für viele Menschen am Samstag kein Weg vorbei. Dort erlebt das Hafenfest seine Fortsetzung bei bestem Wetter. Und nicht nur Bergkamener genießen die Atmosphäre.

Bergkamen

, 01.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Das Bergkamener Hafenfest strahlt über die Stadtgrenzen hinaus. Und das bereits zu einer Zeit am Samstagmorgen, in der sich die Menschen auf das Frühstück vorbereiten. „Geht es denn heute noch zum Hafenfest?“, fragt die Verkäuferin in einer Kamener Bäckerei, während sie einer Kundin die Brötchen einpackt. „Natürlich, bei dem Wetter“, antwortet die Frau.

Erst geht es beim Fest in der Marina gemütlich zu, dann wird es rockiger

Das Riesenrad verspricht einen schönen Ausblick über das ganze Festgelände © Borys P. Sarad


Die ersten Besucher kommen zeitig

Angesichts der sommerlichen Witterung kommen die ersten Hafenfestbesucher zeitig. Als Julian Mosch gegen zehn Uhr auf dem Vorplatz der Kühlerfabrik Adam eintrifft, stehen dort schon die ersten Räder. Der Schüler aus Kamen gehört zu den Aushilfskräften, die die Stadt Bergkamen engagiert hat, um den Fahrradparkplatz zu bewachen. Und der füllt sich schnell. „Was müssen wir zahlen?“ fragt eine Frau, die ihr Fahrrad abgestellt hat. „Nichts“, antwortet Julian. Der Service ist kostenlos - Trinkgeld aber willkommen. Auch Sabine Anoumou aus Werne ist schon am Vormittag in die Marina gekommen. Tochter Sumaya (6) hat bei der Schatzsuche mitgemacht und dabei das ganze Hafengebiet erkundet. „Das hat Spaß gemacht“, sagt sie, als sie am Stand der Stadt ihr Faltblatt abgibt, das beweist, dass sie die Aufgaben an allen acht Stationen erfüllt hat. Das Hafenfest-Programm der Anoumous ist damit noch lange nicht erfüllt: „Jetzt wollen wir noch mit der Santa Monika auf dem Kanal fahren“, sagt die Mutter. „Wenn wir noch einen Platz kriegen.“

Erst geht es beim Fest in der Marina gemütlich zu, dann wird es rockiger

Start frei zum Hafenlauf. Diesmal gingen 58 Teilnehmer auf die 600 Meter lange Strecke. © Borys Sarad



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Der Hafenfest-Samstag in Bergkamen

Am Samstag ging es weiter mit dem Hafenfest in der Marina
01.06.2019
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Hafenfest© Borys P. Sarad
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Ketteler-Schule verteidigt den Titel beim Hafenlauf

Zu diesem Zeitpunkt haben die 58 Teilnehmer des Hafenlaufes die 600 Meter lange Strecke gerade hinter sich. Die Mannschaftswertung endet mit der Titelverteidigung der Freiherr-von-Ketteler-Schule, die schon 2018 die meisten Hafenläufer stellte. Sie siegt mit 21 Teilnehmern vor TuRa Bergkamen (12) und dem SuS Oberaden (6). Zum Lohn bekommt die Rünther Grundschule erneut den Wanderpokal. „Wenn sie ihn zum dritten Mal gewinnt, darf sie ihn behalten“, sagt Heiko Rahn vom Sportamt. „Dann kaufen wir einen größeren“. Auch Noah Burczinski (11), der nach zwei Minuten und sechs Sekunden als erster über die Ziellinie läuft, ist ein Wiederholungssieger. Er hatte den Hafenlauf schon 2017 gewonnen. „Letztes Jahr konnte ich nicht, da war ein Fußballballspiel“, sagt der Kicker vom FC Overberge.

Erst geht es beim Fest in der Marina gemütlich zu, dann wird es rockiger

Die Wasser-Ski-Fahrer boten eine Spektakuläre Show © Borys Sarad


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Wasserski beim Hafenfest

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Wasserski-Show II


Die Moderatorin mag die Atmosphäre beim Hafenfest

Die Siegerehrung moderiert Helene Pawlitzki, die längst zum Stammpersonal des Hafenfestes zählt. Sie weiß selbst nicht mehr genau, in welchem Jahr sie zum ersten Mal durch das Programm geführt hat. Sie kommt gerne zu der Großveranstaltung in die Marina: „Auch deshalb, weil hier so viele Bergkamener Gruppen mitmachen.“ Das Mittagsprogramm auf der Bühne gestalten unter anderem Gruppen der Musikschule und die Tänzer der Schreberjugend. Pawlitziki gefällt die typische Hafenfest-Mischung. „Tagsüber ist das ein entspanntes Familienfest, abends wird es dann rockiger.“ Das stimmt. Spätestens, wenn am Abend „Burning Heart“ auf der großen Bühne spielt, wird es auf dem Hafenplatz richtig voll.

Erst geht es beim Fest in der Marina gemütlich zu, dann wird es rockiger

Beim Fischerstechen landete der ein oder andere Teilnehmer im Wasser. © Borys Sarad


Mehr Absperrgitter als im Vorjahr

Das Sicherheitspersonal ist darauf vorbereitet. Die zusätzlichen Absperrgitter aus Metall zeigen, dass die Sicherheitsanforderungen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegen sind. Cheforganisator Karsten Quabeck vom Stadtmarketing macht sich dennoch keine allzu große Sorgen. Das Hafenfest ist bekannt für seine friedliche Stimmung. Und neben den 40 professionellen Security-Leuten sind ja auch noch jede Menge Helfer von Feuerwehr, Roten Kreuz, DLRG, THW und anderen ehrenamtlichen Organisationen unterwegs. „Alles in allem kommen wir sicher auf 120 bis 130 Leute“, sagt Quabeck.

Erst geht es beim Fest in der Marina gemütlich zu, dann wird es rockiger

Beim Hafenfest lohnt ein Blick vom 30 Meter hohen Riesenrad. © Johanne Brüne


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Der kleinste Shanty-Chor der Welt beim Hafenfest


Marschieren mit den Steeldrums

Und die legen im Lauf des langen Festwochenendes etliche Kilometer zurück. Das gilt auch für Jürgen Lesker und seine Mitstreiter von den „Sunshine Coconuts“. Die Marching Band unterhält die Hafenbesucher mit ihren Steeldrums. Auch sie zählen längst zum lebenden Inventar des Hafenfestes. „Wir kommen gerne nach Bergkamen“, sagt Lesker und lobt die ganz besondere Atmosphäre des Festes in der Marina. Während die Steeldrummer weiter ihren Runden drehen, steigt die Sonne am Himmel und das Hafengebiet füllt sich immer mehr. Im Laufe des Nachmittags wird es am Hafenbecken schwer, einen Stehplatz direkt am Ufer zu bekommen.

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Das Fischerstechen lockt die Zuschauer an

Mit dem Fischerstechen beginnt einer der Publikumsrenner des Hafenfestes. Viele Menschen wollen sehen, wie die dreiköpfigen Mannschaften in ihren Ruderbooten versuchen, den „Stecher“ des Gegners ins Wasser zu befördern. Diesmal machen sechs Mannschaften mit. Eine davon heißt „Sektion Suff“. Ihr Frontmann geht in die Chronik das Hafenfestes ein, weil er gegen 16.30 Uhr der erste Fischerstecher ist, der im Hafenbecken landet.

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