Die Ersatzmannschaft beim Grand Jam packt das Publikum

dzBlues-Konzert

Beim Grand Jam in Bergkamen war fast alles anders als angekündigt. Kurzfristig mussten Band und fast alle Musiker ausgetauscht werden. Die Ersatzmannschaft lieferte perfekt.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 09.01.2020, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf das gewohnte „Seid Ihr alle gut drauf?!?“ von Grand-Jammer Tommy Schneller mussten die Blues-Freunde beim aktuellen Grand Jam am Mittwochabend im Thorheim verzichten. Der Grand-Jam-Mentor war angekündigt aber „entschuldigt“. Er weilte auf einer anderen Session in Köln.

Aber auch sonst war dieses Mal fast alles anders. Selbst Tommy Schnellers „Co.“, Olly Gee, beließ es bei der Begrüßung bei einem „Dann kann es ja losgehn…“

Viele Worte musste er ohnehin nicht verlieren, denn die Grand-Jam-Insider im Publikum wussten schon, dass „Little Steve“, alias Steven van der Nat, mit seiner Band „The Big Beat“ für die ursprünglich angekündigte „Tinez Big Horn Special-Band“ eingesprungen war.

Saxophonist spielt in beiden Bands

Was aber auch nicht so ganz stimmte, denn zusammen mit seinem kongenialen Saxophon-Partner Evert Hoedt ist der niederländische Superhero des Tenorsaxofons und „Big Horn Special-Band-Leader“, Martijn „Tinez“ van Toor, auch ein wichtiger Teil von „The Big Beat“.

Und nicht nur das. Ein Großteil der Songs, mit denen die Band beim Grand Jam die Fans im Thorheim begeisterte, entstammten den kreativen R&B-Hirnen des Komponisten-Duos Steven van der Nat und Martijn van Toor.

Mit einer zündenden Mischung aus Soul, R&B, Funk und einem mitreißenden Beat fegten die fünf Niederländer ohne lange zu fackeln mit ihrer stampfenden „Blues-Machine“ den Winterblues konsequent aus dem Thorheim.

Gitarrist reißt das Publikum mit

Mit satten Akkorden, perfekten Gitarren-Riffs und noch mehr mit seiner ausdrucksstarken, vielseitigen Stimme begeisterte insbesondere Steve van der Nat im gut gefüllten Thorheim das Publikum. Das brauchte nicht lange, um mit rhythmischem Klatschen und Fußwippen ein wichtiger Teil des gelungenen Konzerts zu werden.

Die nötige groovende Gewürzmischung zu dem mitreißenden Konzert lieferten die beiden Saxophonisten mit ihren „souligen“ und sanft-zarten Saxophon-Duetten. Sie harmonierten prächtig, überraschten die Zuhörer aber das eine oder andere Mal, indem sie sich mitreißende Saxophon-Duelle zu lieferten.

Für den nötigen Pulsschlag beim Grand Jam sorgte Bird Stevens auf seiner Bassgitarre, der immer das richtige Timing hatte. während der unvergleichliche Alex Lex auf seinen Drum-Kits mit viel Empathie einen fetten Beat hinlegte und gelegentlich auch schon mal mit einem Trommelsolo begeisterte.

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