Erneute Verzögerung an der Bahnbrücke: Die Heiler sind sauer

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Die erneute Verzögerung bei Bau der Bahnüberführung Jahnstraße verstimmt die Heiler. Besonders Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt findet deutliche Worte.

Bergkamen

, 04.12.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Heiler Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt (CDU) auf die Bahnüberführung an der Jahnstraße angesprochen wird, bricht der Ärger förmlich aus ihr heraus: „Wir fühlen uns einfach nur noch veräppelt“, sagt sie zur erneuten Verzögerung bei der Freigabe der Überführung.

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Erneute Verzögerung wegen der Leitplanken

Eigentlich sollte die Hauptverbindung von Heil in die meisten Bergkamener Stadtteile schon Ende August befahrbar sein. Diesen Termin musste das Tiefbauunternehmen, dass den Auftrag als Generalunternehmer bekommen hat, schon einmal auf kurz vor Weihnachten verschieben. Der Bau der Brücke über die Bahn lag zwar im Zeitplan, aber geeigneter Boden für die Rampen fehlte.

Seit der Boden verfügbar ist, schienen die Arbeiten endlich planmäßig zu laufen – bis vor einigen Tagen. Da musste der Landesbetrieb Straßen NRW, der den Bau der Brücke in Auftrag gegeben hat, einräumen, dass er den Termin erneut verschieben muss.

Brücke, Rampen und Fahrbahn werden zwar fertig. Der Projektleiter bei Straßen NRW gab jedoch bekannt, dass das Unternehmen, das die Leitplanken einbauen soll, den Termin nicht einhalten kann. Es kommt erst im Januar.

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Ortsvorsteherin sieht ihre Glaubwürdigkeit erschüttert

Mittlerweile sieht Degenhardt auch ihre eigene Glaubwürdigkeit bei den Heilern erschüttert. Sie habe immer wieder versucht, die Situation zu erklären und die Heiler damit beruhigt, dass vor Weihnachten endgültig Schluss sei mit der Baustelle und den daraus folgenden Umwegen.

Als besonders betroffen sieht die Ortsvorsteherin die Heiler Landwirte. Seit Straßen NRW den vorher beschrankten Bahnübergang an der Jahnstraße gesperrt hat, müssen sie lange Umwege fahren, um zu ihren Feldern südlich des Kanals zu kommen. Die Umleitung führt über die nur einspurige Brücke am Heiler Kirchweg oder über mehrere Kilometer durch Rünthe und Bergkamen-Mitte.

Leiden müssen auch die Schüler aus Heil, die alle Schulen in anderen Stadtteilen besuchen: Sie kamen wegen der Umleitung oft zu spät. Seit einiger Zeit fahren die Busse früher los. „Es hat auch eineinhalb Jahre gedauert, bis der Fahrplan endlich umgestellt war“, sagt die Ortsvorsteherin.

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Die Begründung für die erneute Verzögerung hält sie für „fadenscheinig“. Der Ortsteil habe mit Straßen NRW keine guten Erfahrungen gemacht. Sie verwies auf die Tempo-70-Schilder, die am Westenhellweg aufgestellt wurden mit wochenlanger Wartezeit. Die Begründung damals: Es seien keine Schilder lieferbar.

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