Erinnerung an Marie Juchacz

dzNeues Straßenschild

Am Straßenschild vor dem Hermann-Görlitz-Zentrum klärt jetzt eine Info-Tafel über die Bedeutung der Frauenrechtlerin und Awo-Gründerin auf.

Bergkamen

, 12.12.2018, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bewohner und Mitarbeiter des Hermann-Görlitz-Zentrums der Awo bekommen häufiger die Frage gestellt, wer eigentlich Marie Juchacz war. Denn die Straße, an der das Seniorenheim liegt, ist nach ihr benannt. Nun können die Fragenden Weiß auf Blau nachlesen, dass Marie Juchacz am 15. Januar 1879 in Landsberg an der Warthe geboren wurde, am 28. Januar 1956 in Düsseldorf starb und eine Deutsche Sozialreformerin, Sozialdemokratin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt war. So steht es auf einem Zusatzschild, das seit Mittwoch das erneuerte Straßenschild vor dem Görlitz-Zentrum ergänzt.

Dass Vertreter der Stadt und der Awo das neue Schild am Mittwoch befestigten, war kein kalendarischer Zufall. Marie Juchacz und ihre Mitstreiterinnen gründeten die Awo am 13. Dezember 1919 –also an diesem Donnerstag vor 99 Jahren. „Für uns markiert das den Auftakt zum Jubiläumsjahr 2019“, sagte der Leiter des Hermann-Görlitz-Zentrums, Ludger Moor. Denn er und seine Mitarbeiter wollen im nächsten Jahr nicht nur das 100. Jubiläum ihrer Träger-Organisation feiern, auch das größte Seniorenheim in Bergkamen steht vor einem runden Geburtstag: Die ersten Bewohner zogen im Juli 1969 ein.

Ein weiteres historisches Datum, das im Zusammenhang mit dem Leben von Marie Juchacz steht, ist auf dem neuen Schild im übrigen nicht erwähnt: Der 19. Februar 1919. An jenem Tag sprach Juchacz in der der Weimarer Nationalversammlung, zu deren 37 weiblichen Mitglieder sie gehörte. Sie war damit die erste Frau, die eine Rede vor einem deutschen Parlament hielt. Auch daran will das Hermann-Görlitz-Zentrum erinnern: Am 19. Februar 2019 wird an der Marie-Juchacz-Straße 1 eine Ausstellung über die Namensgeberin eröffnet.

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