Erhebliche Verzögerung bei der Bahnbrücke an der Jahnstraße

dzLücke im Damm

Die Heiler müssen noch länger mit einer Umleitung leben, wenn sie zum Einkaufen oder zur Schule wollen. Um die Überführung über die Bahn fertigzustellen, fehlt etwas Wesentliches.

Bergkamen

, 30.07.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Heiler sind genervt, wenn es um die Bahnüberführung geht, die den früheren beschrankten Bahnübergang an der Jahnstraße ersetzen soll. Schon seit etwa einem Jahr müssen sie die Baustelle umfahren, wenn sie nach Oberaden oder in die anderen Bergkamener Stadtteile wollen, die auf der anderen Kanalseite liegen.

Enge Umleitung mit Ampel

Der kürzeste Weg führt über die Brücke am Heiler Kirchweg. Doch die ist nur einspurig befahrbar. Deshalb regelt eine Baustellenampel den Verkehr und stellt ein zusätzliches Hindernis dar. Manche Fahrzeuge passen nicht über die Brücke, zum Beispiel große Erntefahrzeuge. „Die müssen dann den noch längeren Umweg über Lünen nehmen“, sagt Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt. Auch sie selbst ist betroffen: Ihr Enkel, der den Schulbus zum Städtischen Gymnasium nimmt, komme regelmäßig zu spät zum Unterricht.

Auch Fertigstellung im Oktober hat sich zerschlagen

Dieser Zustand wird noch einige Zeit länger dauern, als gedacht. Eigentlich sollte die neue Überführung im September befahrbar sein. Vor einigen Wochen hatte die Landesbehörde Straßen.NRW gehofft, dass das Bauunternehmen, das die Überführung baut, zumindest den spätesten gedachten Fertigstellungstermin im Oktober einhalten kann. Doch auch daraus wird wohl nichts, wie Projektleiter Frank Hausendorf einräumt.

Am Damm auf der Nordseite klafft noch eine Lücke

Der Baufirma, die den Auftrag für den Bau der neuen Überführung bekommen hat, fehlt ein entscheidender Baustoff, um die Brücke über die Bahn befahrbar zu machen: der Boden, aus dem der Damm zwischen der Kanalbrücke und der neuen Bahnüberführung angeschüttet werden soll. Das Brückenbauwerk ist schon seit einiger Zeit fertig. Von der Oberadener Seite führt auch schon ein Damm auf die Brücke. Nur auf der anderen Seite, zwischen Kanal und Bahn klafft immer noch eine große Lücke.

Bodenmarkt ist leergefegt

Straßen.NRW hat mit dem Bauunternehmen vereinbart, dass es selbst den notwendigen Boden beschafft. Noch vor kurzer Zeit habe es auch noch Aussichten auf rund 12.000 Kubikmeter geeigneten Boden gegeben, sagt Hausendorf. Doch das hat sich zerschlagen. Jetzt ist der Markt wegen des derzeitigen Baubooms leer gefegt. Hinzu kommt, dass nicht jeder Boden geeignet ist. Mal ist die Körnung zu groß, mal die Belastung zu hoch. Straßen.NRW hofft jetzt, dass die Überführung zumindest noch vor Ende des Jahres befahrbar ist. Eine Garantie gibt es aber wohl nicht.

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