Entscheidung über Schacht III kann sich verzögern

dzVerkauf des Begegnungszentrums

Zumindest die CDU kann sich vorstellen, die Entscheidung über den Verkauf des Schacht III zu verschieben. Grundsätzlich ist die Mehrheit im Stadtrat aber für den Verkauf an die Fakt AG.

Rünthe

, 02.10.2018, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Beschluss, den Schacht III an eine Tochtergesellschaft der Fakt AG aus Essen zu verkaufen, könnte sich zumindest noch um einen Monat verzögern. Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, den Verkaufsbeschluss zumindest auf die übernächste Ratssitzung zu vertagen. Bei der SPD wollen die Rünther Fraktionsmitglieder den Zeitplan für den Verkauf offenbar zumindest davon abhängig machen, wie überzeugend die Vorstellung des Unternehmens für die künftige Nutzung der ehemaligen Waschkaue im Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Dienstag ausfällt.

Signal in der „Rünther Runde“

Die Bereitschaft, den Beschluss noch einmal zurückzustellen, hatte die CDU bereits in der „Rünther Runde“ signalisiert. Der „Aktionskreis Wohnen und Leben“ hatte die Rünther Mitglieder der Ratsfraktionen für den Dienstag der vergangenen Woche eingeladen. Dabei sei ihm klar geworden, dass es offenbar noch Informationsbedarf bei den Bürgern über die künftige Nutzung des Schacht III gebe, sagte CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel. „Wenn es darum geht, die Bürger mitzunehmen, können wir sicherlich in Kauf nehmen, erst in der November-Sitzung des Stadtrats über den Verkauf zu entscheiden“.

Monika Wernau, zweite stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied der SPD-Ratsfraktion, wies allerdings den Eindruck zurück, dass sich auch die Rünther Sozialdemokraten auf jeden Fall für eine Vertagung der Entscheidung aussprechen. Mitglieder des Aktionskreises hatten das Schweigen der Sozialdemokraten so gedeutet. Sie wolle erst einmal die Vorstellung des Konzeptes der Fakt AG in der öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses abwarten. „Wenn es überzeugend ist, habe ich keine Probleme damit, dem Verkauf zwei Tage später im Stadtrat zuzustimmen“, sagte sie. Falls offene Fragen blieben, sei sie jedoch auch dafür, die Entscheidung zu vertagen, um diese Fragen zu klären.

Auch die CDU ist für den Verkauf

Die Gegner des Verkaufs dürfen übrigens noch nicht einmal hoffen, dass die CDU im Rat gegen die Veräußerung stimmt. Grundsätzlich sei er für den Verkauf der vor knapp 30 Jahren zum Begegnungszentrum umgebauten Wachkaue, sagte Heinzel. „Es geht uns lediglich darum, die Bürger bei der Entscheidung mitzunehmen“, machte er deutlich. Der Versuch, den Schacht III als Begegnungszentrum zu betreiben, sei sowohl unter der Leitung der Stadt als auch bei einem privaten Pächter gescheitert. Die Möglichkeit, das Gebäude als Stadtteilzentrum zu nutzen, sehe er nicht, sagte der Christdemokrat.

Die CDU hat auch keine Probleme damit, dass die Fakt AG vier Eigenheime in Form von zwei Doppelhäusern am Schacht III bauen und verkaufen will. „Das würde zur Nutzung in der Umgebung passen“, sagte Heinzel. Das Baudezernat müsse lediglich die planungsrechtliche Seite klären. Die Fläche, auf der sich der Schacht III befindet, ist nicht für Wohnbauzwecke ausgewiesen.

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