Endlich Schilder, die im Notfall helfen

dzProbleme beim Notruf

Bergkamen wartet schon lange auf Schilder, die bei einem Notfall die Orientierung erleichtern. Andernorts geht die Ausstattung mit solchen Schildern deutlich schneller voran.

Bergkamen

, 02.08.2019, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits vor einigen Jahren hat die Senioren-Union über die CDU-Fraktion im Stadtrat den Antrag gestellt, an Ruhebänken sogenannte Notrufschilder anzubringen. Auf den Schildern soll eine Buchstaben-Zahlenkombination angebracht sein, die es der Rettungsleitstelle ermöglicht, den genauen Standort des Notfalls festzustellen. Besonders auf der Halde hatte die Feuerwehr schon häufiger das Problem, einen Unfallort zu finden. In der unübersichtlichen Haldenlandschaft ist es oft nicht einfach, den eigenen Standort genau zu beschreiben.

Situation in Bergkamen ändert sich schrittweise

Diese Situation soll sich in Bergkamen ändern, wenn auch nur schrittweise. Die Stadt hat sich aufgrund des Antrags mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) zusammengesetzt, der für die Halde zuständig ist. Das Aufstellen von Notrufschildern verzögerte sich jedoch immer wieder, unter anderem weil der Regionalverband ein einheitliches Aussehen der Schilder auf allen seinen Halden wollte. Probleme hat es nach Angaben von Sozialdezernentin Christine Busch auch damit gegeben, die Standorte bei der Kreisleitstelle zu hinterlegen. „Ich war in den vergangenen zwei Jahren über das Thema nicht sehr amüsiert“, sagt sie.

Jetzt allerdings will der Verband damit beginnen, die Schilder aufzustellen. An der Klöcknerbahntrasse gibt es schon Notrufschilder, die allerdings nicht an Bänken installiert sind, sondern als einzelne Schilder. Auch auf der Halde sollen jetzt solche Schilder aufgestellt werden.

In Anlehnung an die Schilder will die Stadt prüfen, wo es sinnvoll ist, weitere aufzustellen – zum Beispiel am Kanal oder in größeren Waldgebieten, in denen eine Standortangabe schwierig ist.

Endlich Schilder, die im Notfall helfen

Die Stadt Dülmen hat über 50 Notruftafeln installiert, unter anderem diese in der Nähe des Merfelder Bruchs. © Michael Dörlemann

In anderen Kommunen geht das Aufstellen schneller

Eine Tour durch die Umgebung zeigt, dass es offenbar nicht überall so schwierig ist, Notrufschilder zu installieren. Es gibt sie zum Beispiel in Nordkirchen und in Dülmen im Kreis Coesfeld an Ruhebänken.

In Dülmen hat sie ein Spender finanziert. Mittlerweile sind sie an rund 50 Standorten installiert, vor allem im Außenbereich wie im Wildpark oder im Merfelder Bruch. Jedes Rettungsfahrzeug und die Leitstellen haben Karten, auf denen die Standorte verzeichnet sind, wie aus der Homepage der Dülmener Feuerwehr hervorgeht.

Bei den bisherigen Standorten soll es nicht bleiben. Auch die Radwanderstrecken sollen mit den Schildern ausgestattet werden.

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