Eklige Überraschung lauert am Kuhbach im Gras

dzÄrger am Kuhbach

Wer am Kuhbach den Weg verlässt, kann eine eklige Überraschung erleben: Hundekot, der sich im Gras verbirgt. Dort gelten jedoch keine anderen Regeln als an anderen Orten – auch wenn das manche meinen.

Bergkamen

, 19.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spaziergänger auf der Kuhbachtrasse sollten es tunlichst vermeiden, vom eigentlichen Weg abzuweichen. Sonst können sie eine unangenehme Überraschung erleben, Diese Erfahrung hat ein Weddinghofer gemacht. „Wenn man mal aufs Gras geht, um an einem Blümchen zu riechen, tritt man schnell in Hundescheiße“, ärgert er sich.

Nach seinen Erfahrungen räumen manche Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihres Tieres nur weg, wenn sie auf dem Weg liegt. Wenn der Hund aufs Gras geht, bleibt das Häufchen liegen. Das Unrechtsbewusstsein sei entweder gar nicht erst vorhanden oder zumindest nicht sehr ausgeprägt. Als er sich bei offizieller Stelle beschwerte, sei ihm gesagt worden, die Kuhbachtrasse gehöre dem Lippeverband – und dort würden andere Regeln gelten.

So verhalten sich vorbildliche Hundebesitzer: Sie haben immer Beutel dabei, um die Hinterlassenschaften ihres Tieres einzusammeln.

So verhalten sich vorbildliche Hundebesitzer: Sie haben immer Beutel dabei, um die Hinterlassenschaften ihres Tieres einzusammeln. © picture alliance/dpa

Regel gilt für alle Grünflächen, Wiesen und Felder

Das ist keineswegs so, stellt die für den Ordnungsdienst zuständige Dezernentin Christiane Busch richtig. Wenn der Hund auf einem fremden Grundstück sein Geschäft verrichtet, ist der Halter verpflichtet, die Hinterlassenschaften zu beseitigen, sagt sie. Das gilt für den Kuhbach-Randstreifen ebenso wie für Äcker und Wiesen.

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Dort seien die Hunde-Hinterlassenschaften sogar oft ein noch größeres Problem als auf Grünflächen, sagt sie. Manche Hundehalter seien der irrigen Meinung, der Hundekot sei so etwas wie „Dünger“ für die Pflanzen.

„In Wirklichkeit nehmen sie in Kauf, dass Lebensmittel mit Kot kontaminiert werden“, sagt die Dezernentin. Ihr sei ein Fall bekannt, bei dem ein Pferdehalter mit Hundekot kontaminiertes Heu an seine Tiere verfütter habe. Die Pferde hätten ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen.

Bußgeld, wenn Hinterlassenschaften nicht beseitigt werden

Grundsätzlich ist ein Bußgeld fällig, wenn Hundehalter dabei ertappt werden, dass sie Hundekot nicht wegräumen und entsorgen. Busch rät Herrchen und Frauchen deshalb, immer Tüten in der Tasche zu haben, wenn sie mit ihrem Hund unterwegs sind. Damit können sie den Kot aufsammeln und ihn in der nächsten Abfalltonne entsorgen.

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Der Bergkamener Ordnungsdienst beklagt aber schon länger, dass es nur selten gelingt, Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen. Besonders am Kuhbach sind die Ordnungshüter schon von weitem zu sehen – und dann verhalten Hundehalter sich meist vorbildlich.

Auch der Versuch zumindest an der Klöckerbahntrasse in Overberge Tütenspender aufzustellen, war ein Misserfolg. Die Tüten waren meist nach wenigen Stunden verschwunden.

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