Eislauf-Saison soll am 11. September beginnen – und dann ist vieles neu in der Eishalle

dzEishalle Bergkamen

Die Eishalle am Häupenweg musste die Saison wegen der Corona-Pandemie zwar früher beenden. Die nächste soll aber pünktlich am 11. September beginnen – und dann ist vieles neu in der Halle.

Bergkamen

, 21.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die nächste Eishallen-Saison beginnt, werden die Besucher wahrscheinlich große Augen machen. Betreiber Dr. Martin Brodde nutzt die Sommerpause wieder für größere Um- und Einbauten und diverse Renovierungsmaßnahmen in der Bergkamener Eishalle am Häupenweg. Die Pause fällt durch die Corona-Pandemie diesmal besonders lang aus. Wegen Corona wird die Halle nicht wie im vergangenen Jahr für andere Veranstaltungen genutzt.

Das hat für den Betreiber den Nachteil, dass er in dieser Zeit keine Einnahmen für die Vermietung der Halle hat. Für die Handwerker hat das jedoch den Vorteil, dass sie relativ störungsfrei arbeiten können.

Noch mehr Lichteffekte unter der Eisfläche

Diesen Umstand hat der Betreiber offenbar genutzt. Es gibt gleich an mehreren Stellen Veränderungen. Brodde hat zum Beispiel die Lichttechnik in der Halle noch einmal ergänzen lassen. Er hatte erst im vergangenen Jahr die alte, in die Jahre gekommene Lichttechnik, durch eine moderne, helle und energiesparende LED-Beleuchtung ersetzen lassen. Damals hatte er auch schon einige Lichteffekte unter die Eisfläche einbauen lassen.

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Davon soll es zur kommenden Eislaufsaison noch deutlich mehr geben, kündigte der Geschäftsmann aus Münster an. „Es wird mehr Lichteffekte geben und wir sollen die Eisfläche noch deutlich besser ausleuchten“, sagte er.

Die Zwischendecke soll in dieser Sommerpause demontiert und im kommenden Sommer durch eine neue ersetzt werden. An der Decke bilden sich Tropfen, die auf die Eisbahn fallen und sie uneben machen.

Die Zwischendecke soll in dieser Sommerpause demontiert und im kommenden Sommer durch eine neue ersetzt werden. An der Decke bilden sich Tropfen, die auf die Eisbahn fallen und sie uneben machen. © Marcel Drawe (Archiv)

Die Gastronomie präsentiert sich moderner und heller

Auch der in die Jahre gekommenen Gastronomie hat sich der Betreiber in diesem Jahr angenommen. Bisher konnten die Eishallen-Besucher Snacks und Pommes nur in einem Bereich genießen, der noch deutlich an die frühen 80er Jahre erinnerte, als die Halle eröffnet worden war. Brodde hat die Theke neu streichen lassen. Außerdem soll auch dieser Bereich eine neue, freundliche LED-Beleuchtung bekommen. Auch die Wände will er neu streichen lassen. „Vielleicht nutzen wir die Gastronomie künftig auch für die eine oder andere kleine Vernissage mit Kunst“, sagt der Eishallen-Betreiber.

Neue Zwischendecke, um Tropfenbildung zu vermeiden

Außerdem lässt er die Zwischendecke demontieren. Sie soll in der kommenden Sommerpause durch eine neue ersetzt werden. Um die Maßnahme in diesem Sommer komplett abzuschließen, reicht die Zeit nicht. An der Zwischendecke bilden sich nach Broddes Angaben Tropfen, die aus Eis fallen, festfrieren und es uneben machen. Dieses Problem will er beheben.

Die Eishalle am Häupenweg soll pünktlich am 11. September für die nächste Eislaufsaison öffnen.

Die Eishalle am Häupenweg soll pünktlich am 11. September für die nächste Eislaufsaison öffnen. © Marcel Drawe

Überraschung zur neuen Eislauf-Saison

Zusätzlich zu allen diesen Maßnahmen plant Brodde noch eine große Überraschung für alle Eishallen-Besucher. Um was es sich handelt, will er noch nicht sagen. Die Teile dafür sollen in den nächsten Tagen angeliefert werden. Die Zeit bis zur Wiedereröffnung will er nutzen, um sie zu installieren.

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Die Wiedereröffnung ist nach Angaben des Eishallen-Betreibers nach wie vor für Freitag, 11. September, geplant. An diesem Tag sollen alle Eislauf-Freunde wieder auf den Kufen stehen können.

Dr. Martin Brodde aus Münster ist der Betreiber der Bergkamen Eishalle. Bisher hat er sich als Glücksfall für die Stadt erwiesen.

Dr. Martin Brodde aus Münster ist der Betreiber der Bergkamen Eishalle. Bisher hat er sich als Glücksfall für die Stadt erwiesen. © Stefan Milk

Abstands- und Hygienekonzept

Er werde ein Abstands- und Hygienekonzept ausarbeiten, dass den Beginn der Eislaufsaison im September zulässt, versicherte er. Falls Schutzmasken vorgeschrieben sind, soll es am Empfang eine Ausgabestelle dafür geben. Dort können sich Besucher bisher schon Schlittschuhe ausleihen, wenn sie selbst keine haben.

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Dr. Martin Brodde hat sich bisher als Glücksfall für Bergkamen und die Eishalle erwiesen. Bevor er die Halle als Betreiber von den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) übernahm musste die Stadt Bergkamen etwa eine halbe Million Euro an Defizit pro Jahr übernehmen. Der neue Betreiber kommt mit einem städtischen Zuschuss von 50.000 Euro im Jahr aus.

Dafür hat er die Auslastung der Halle deutlich gesteigert. Unter anderem hat er wesentlich mehr Eislaufzeiten an Vereine aus der weiteren Umgebung vermietet und er wirbt auch bei Schulen in der Umgebung für die Nutzung der Halle.

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