Eishalle Bergkamen steht durch die Corona-Pandemie vor einer ungewissen Saison

dzCoronavirus

Noch ist nicht sicher, ob die Eishalle Bergkamen wegen der hohen Corona-Infektionszahlen schließen muss. Ob dann die Saison beendet ist, hängt vor allem von der Dauer der Maßnahmen ab.

Bergkamen

, 28.10.2020, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Moment weiß Dr. Martin Brodde noch gar nicht, was er tun soll. Der Betreiber der Bergkamener Eishalle kann noch nicht abschätzen, ob auch er von den Maßnahmen betroffen ist, mit denen die Bundesregierung und die Länder die Corona-Pandemie eindämmen wollen. Der Entwurf der Bundesregierung sieht vor, auch Freizeiteinrichtungen zu schließen.

Zurzeit Betrieb mit einem genehmigten Hygienekonzept

„So lange ich nichts schriftlich dazu habe, lasse ich den Betrieb so wie bisher weiterlaufen“, sagt Brodde. Er betreibt die Eishalle zurzeit mit einem vom Gesundheitsamt genehmigten Hygienekonzept. Es sieht eine Beschränkung von Besuchern vor, die sich gleichzeitig in der Halle aufhalten dürfen und Maskenpflicht in allen Bereichen außer auf der Eisfläche. Brodde bittet Besucher, auch beim Eislaufen eine Maske zu tragen – auch wenn sie nicht Pflicht ist.

Das Hallendach ist nicht geschlossen und die Halle deshalb permanent gelüftet, argumentiert der Betreiber.

Das Hallendach ist nicht geschlossen und die Halle deshalb permanent gelüftet, argumentiert der Betreiber. © Borys Sarad (Archiv)

Der Betreiber weist auch darauf hin, dass die Eishalle Bergkamen kein geschlossener Raum ist. Sie hat durch das offene Dach im Grunde eine Dauerbelüftung. Bisher habe es auch noch keine Corona-Infektionsfälle in der Eishalle gegeben.

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Falls auch er die Aufforderung bekommt, die Eishalle zu schließen, will er sich mit der Stadt Bergkamen zusammensetzen und das weitere Vorgehen beraten. Für ihn hängt vieles davon ab, wie lange er die Halle schließen muss. „Wenn es nur um zwei Wochen geht, würden wir das ohne Probleme verkraften“, sagt er. Das bedeutet: Er würde die Halle nach zwei Wochen wieder eröffnen und die Eislaufsaison bis zum Frühjahr fortsetzen.

Bei einer längeren Pause will der Betreiber die Saison beenden

Sollte es zu einer erheblich längeren Pause kommen, sieht das anders aus: Dann würde der Betreiber die Saison beenden, sagt er. Das Problem, vor dem er dann stehen würde: Das Eis in der Halle zu machen und es laufbereit zu halten, ist aufwendig und teuer. Bei einer zu langen Pause würde es zu teuer, die Eismaschine weiter laufen zu lassen.

Betreiber Dr. Martin Brodde möchte die Saison gerne fortsetzen. Auch einen Saisonabbruch könnte er verkraften.

Betreiber Dr. Martin Brodde möchte die Saison gerne fortsetzen. Auch einen Saisonabbruch könnte er verkraften. © Borys Sarad (Archiv)

Brodde würde dann abtauen und auf die nächste Saison warten, die im September 2021 beginnen soll. „Das wäre aber das letzte, was ich will“, versichert der Unternehmer aus Münster. Sein Ziel sei es, den Betrieb in der Eishalle möglichst weiterlaufen zu lassen.

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Die Existenz der Eishalle sieht der Betreiber zum Glück aber nicht bedroht, wenn er die Eislaufsaison jetzt, nach wenigen Wochen, schon abbrechen müsste. Er sieht sie so gut aufgestellt, dass sie das ohne weiteres verkraften würde.

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