Eine Wiese für Bienen und andere Insekten an der Pfalzschule

dzSchülerprojekt in der Natur

Zweitklässler aus der Pfalzschule haben eine Weise vorbereitet, damit sich dort Insekten richtig wohlfühlen können. Die Lehrerinnen versprechen sich von der Aktion auch einen Lerneffekt.

Weddinghofen

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Kinder der Klassen 2b und 2c der Pfalzschule und die Kinder aus der OGS warten schon ganz gespannt auf Bienen und andere Insekten. Sie haben auf einer Fläche am Ende des Schulgrundstücks einen Blühwiese mit Bienenfutter angelegt. Am Zaun stehen Ytong-Steine, die mit einer Mischung aus Lehm und Sand gefüllt sind und in die Schüler im Sachunterricht Löcher gebohrt haben. „Die sind für die Mauerbienen“, erläutert Lehrerin Danica Jensch. Einige Meter weiter hängen Blechdosen mit Bambus am Zaun, die anderen Insekten Platz bieten sollen. Ganz hinten türmt sich Holz für Insekten, die in Totholz leben und eine kleine Sandfläche für Sandnister gibt es auch.

Eine Wiese für Bienen und andere Insekten an der Pfalzschule

Lea (8) befüllt die Bienentränke mit Wasser. In der Tränke liegen Kiesel, damit die Insekten nicht ins Wasser fallen. © Marcel Drawe

Eine Tränke für die Bienen

Mittendrin befüllt Lea eine Bienentränke mit Wasser. In der flachen Schlüssel liegen Kiesel. „Damit die Insekten nicht sofort ins Wasser fallen“, erläutert die Achtjährige.

Idee von „Wir in Weddinghofen“

Die Idee zu der kleinen Bienenwiese hatte ursprünglich der Verein „Wir in Weddinghofen“, der auch einen Experten von der Ökostation in Heil hinzuzog. Jensch, ihre Kollegin Friederike Wild und Corinna Helm-Beyer, die Leiterin des Ganztags an der Pfalzschule, griffen sie auf und setzten sie zusammen mit den Zweitklässlern und OGS-Schülern um.

Eine Wiese für Bienen und andere Insekten an der Pfalzschule

Alexandra und Jason haben einige von den Dosen mit Bambus gebastelt, die als Insektenhotel dienen. © Marcel Drawe

Kinder bereiten die Fläche für die Insekten vor

Die Lehrerinnen und die Kinder hatten dafür die Fläche am Schulzaun zur Verfügung. Sie bietet sich dafür geradezu an. Sie ist vom restlichen Schulgelände größtenteils durch eine dichte, hohe Hecke abgetrennt, in der viele Vögel nisten. Das Gras hinter der Hecke trugen die Kinder selbst ab und säten dort eine Mischung von Blühpflanzen aus, die ihnen ein Biolandbetrieb zur Verfügung gestellt hat. Der städtische Baubetriebshof lieferte Holzspäne, mit denen die Kinder einen Weg über das Gelände angelegt haben, damit die blühenden Pflanzen nicht zertrampelt werden. Um sich genauer zu informieren, besuchten die Kinder zusammen mit ihren Lehrerinnen auch ein Freiluftmuseum, in dem sie sich Insekten in der Natur anschauen konnten. Jetzt warten sie schon gespannt, dass die Blühpflanzen wachsen und viele Insekten anlocken, die sie beobachten können.

Eine Wiese für Bienen und andere Insekten an der Pfalzschule

In den Holzstapel können Insekten einziehen, die in Totholz leben. © Marcel Drawe

Projekt bringt Schülern die Natur näher

Für die Lehrerinnen ist die Bienenwiese vor allem eine Möglichkeit, den Kindern die Natur und natürliche Zusammenhänge näherzubringen – und ihnen selbst auch Verantwortung für die Natur zu übertragen. „Vielleicht nimmt das eine oder andere Kind die Idee auch mit nach hause und veranlasst die Eltern, in ihren Garten auch etwas für die Insekten zu tun“, hofft Corinna Helm-Beyer.

Lesen Sie jetzt

Hellweger Anzeiger Spielplatzfeste und Sommerferienprogramm

Auf diesen Bergkamener Spielplätzen steht im Sommer mehr als Schaukeln auf dem Programm

Hellweger Anzeiger Sommerferienaktion: Steinzeitwoche

Waldhütten statt Hotels am Strand: Diese Kinder verbringen ihre Sommerferien in der Natur

Hellweger Anzeiger Sicherheit in Freibädern

Wenn es richtig voll wird in den Freibädern, rufen die GSW Security-Profis zur Hilfe

Meistgelesen