Ein neues Vermarktungskonzept gegen den Leerstand in der Marina

dzBeta Eigenheim

In der Marina geht ein weiterer Sommer mit zwei Gastronomie-Leerständen zu Ende. Zumindest was das ehemalige „Gate to Asia“ zieht der Eigentümer, die Beta Eigenheim, jetzt Konsequenzen.

Rünthe

, 17.09.2019, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit Jahren steht das ehemalige „Gate to Asia“ in der Marina leer. Nun zieht der Eigentümer, die Beta Eigenheim, Konsequenzen daraus, dass er bisher keinen Nachmieter für das Restaurant gefunden hat, das Anfang 2015 aus dem Gebäude ausgezogen war. „Wir werden die Fläche aufteilen und getrennt voneinander vermarkten“, sagte der Geschäftsführende Gesellschafter der Beta, Achim Krähling, auf Anfrage. Das Konzept dafür sei so gut wie fertig, das Tochter-Unternehmen Beta Immobilien werde in ungefähr zwei Wochen mit der Vermarktung beginnen. So könnte zumindest in einen Teil der großen Immobilie wieder Leben einziehen. Es habe sich gezeigt, dass es praktisch unmöglich ist, einen Mieter für die gesamte Fläche zu finden, sagte Krähling.

Unterschiedliche Nutzungen nebeneinander

Er kann sich durchaus vorstellen, dass er mit völlig unterschiedlichen Mietern ins Geschäft kommt: „So könnte es zum Beispiel Gewerbe neben Gastronomie geben“, meinte Krähling. Aber vermutlich wäre der Beta-Geschäftsführer schon froh, wenn er mit dem neuen Konzept zumindest einen neuen Nutzer fände, der ein bisschen Betrieb an den Hafenplatz bringt: „Wir sind da guter Hoffnung“, sagte Krähling.

Ein neues Vermarktungskonzept gegen den Leerstand in der Marina

Die bisherigen Betreiber des „Nauticus“ zogen im Herbst 2017 aus. © Marcel Drawe


Für das Hotel gab es nur „Vorinteressenten“

Weniger optimistisch blickt er auf den zweiten Beta-Leerstand im Hafen: Das ehemalige Restaurant und Hotel „Nauticus“. Das hatte die damalige Betreiberfamilie vor rund zwei Jahren aufgegeben. Um neue Pächter für den gastronomischen Betrieb zu finden, hatte die Beta eigens einen Makler engagiert. Mit mäßigem Erfolg. Der habe zwar den ein oder anderen „Vorinteressenten“ vermittelt, wie Krähling vorsichtig formuliert.

Für eine Hotelkette gibt es zu wenig Zimmer

Allerdings sprangen die auch schnell wieder ab. Krähling begründet das mit der überschaubaren Größe des Hotels. Es verfügt über 13 Zimmer. „Das wäre für einen Familienbetrieb gut geeignet“, sagte Krähling. „Für die großen Ketten ist das aber viel zu wenig.“ Und gerade die sind offenbar diejenigen, die derzeit auf dem Hotelmarkt größere Investitionen in die Hand nehmen. Da habe es in der Gastronomie- und Hotelbranche deutlich Verschiebungen gegeben, berichtet Krähling von seinen Erfahrungen. Es gibt wohl nicht mehr allzu viele Hoteliers-Familien, die bereit oder in der Lage sind, das Risiko einer Neueröffnung einzugehen. Die Beta und auch die Nutzer und Besucher der Marina müssen deshalb wohl weiterhin mit dem Leerstand am Hafen leben.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Ortsumgehung für Bergkamen

Termin für zweite L821n-Bürgersprechstunde steht – „Die Maßnahme nimmt weiter Fahrt auf“

Meistgelesen