Ein Herz für Familien: Margarete Hackmann verabschiedet sich von den Familienpaten

Familienpaten

Margarete Hackmann begleitete das Familienpaten-Projekt in Bergkamen von Anfang an. Sie war eine treibende Kraft, die nun in den Ruhestand geht. Der Abschied fällt ihr gar nicht so leicht.

Bergkamen

, 05.08.2019, 19:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Herz für Familien: Margarete Hackmann verabschiedet sich von den Familienpaten

Die Familienpatinnen verabschieden Margarete Hackmann. Sie hat das Projekt von Anfang an begleitet. © Stefan Milk

„Abschied von den Menschen nehmen ist nicht einfach. Darauf kann man sich nicht vorbereiten“, sagt Margarete Hackmann. Sie freue sich aber grundsätzlich auf den Ruhestand, der kurz bevorsteht. „Ich habe mich ja dafür entschieden“, sagt die 63-Jährige, die am 29. August ihren letzten Arbeitstag hat. Am Montag verabschiedete sich Hackmann von den Familienpatinnen. Der Runde Tisch „Kinder im Zentrum“ ist der Träger des Familienpaten-Projekts. Hackmann war von Anfang an dabei.

Letzter Arbeitstag am 29. August

Wenn sie am 29. August ihren letzten Tag als Geschäftsführerin der Familiären Kindertagesbetreuung bestreitet, dann wird das auch der letzte Tag sein, an dem sie sich für das Familienpaten-Projekt engagiert oder eines der anderen Projekte, bei denen sie in dieser Funktion mitgewirkt hat. Das Abschiedstreffen soll sich nicht zu sehr von den gewöhnlichen Runden der Patinnen unterscheiden, aber ein bisschen anders ist es dann doch. Ausnahmsweise gibt es nicht nur Wasser, sondern noch Snacks, die Hackmann mitgebracht hat - und ein Geschenk. Kordula Plancke, Hackmann vom Verein Familiäre Kindertagesbetreuung, überreichte ihrer Noch-Kollegin einen Gutschein für ein Weingeschäft, „damit sie sich in ihrem Unruhestand mal abends entspannen kann“, sagt sie. Hackmann hat nämlich nicht vor, sich in ihrer Rente auszuruhen. Sie möchte aktiv bleiben und viel erleben. Was genau das sein wird, weiß sie jetzt aber noch nicht. Sie möchte erst einmal in sich hören und sich Zeit für sich nehmen.

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Mit 35 Jahren begann Hackmann, Sozialpädagogik zu studieren, mit 40 Jahren gründete sie den Verein Familiäre Kindertagesbetreuung mit. Hackmann ist gelernte Steuerfachgehilfin. In der Arbeit mit Familien entdeckte sie eine neue Leidenschaft. Die spiegelt sich auch in dem wider, was Hackmann in ihrer Zeit beim Tagesmütterverein erreicht hat. Sie gründete unter anderem das Frauennetzwerk mit.

Am Montag soll sich das Treffen aber nicht nur um Hackmann drehen, sondern auch um die Familienpatinnen selbst. Sie treffen sich regelmäßig zum Austausch und das wollen sie auch heute tun. Unter anderem geht es um die Zukunft des Projekts. Es mangelt an ehrenamtlichen Kräften und neuen Familienpaten, sagt Plancke. Die Patinnen, die es aber derzeit gibt, sind leidenschaftlich gerne dabei. Was sie antreibt, ist die Dankbarkeit, erzählt Familienpatin Nicole Scheerer: „Das Kinderlachen ist eine Belohnung.“

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