Ein Blockhaus zur Erinnerung an Dr. Detlef Timpe

dzRaum für die FöJ-ler

Das Angebot auf der Ökostation ist um einen besonderen Raum gewachsen: um eine Blockhütte für Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr. Sie haben sie einem besonderen Gönner zu verdanken.

Heil

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die jungen Leute, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Umweltzentrum Westfalen auf der Ökostation absolvieren, haben jetzt endlich mehr Platz für sich. An diesem Donnerstag nahm das Umweltzentrum ein Blockhaus in Betrieb, in dem sich die FÖJ-ler umziehen können und in dem sie ihre privaten Dinge und ihr Werkzeug aufbewahren können.

Initiative von Dr. Detlef Timpe

Das Blockhaus haben sie vor allem dem langjährigen Geschäftsführer des Umweltzentrums Dr. Detlef Timpe zu verdanken, der am 8. April völlig unerwartet verstorben war, kurz nachdem er in den Ruhestand ging. Timpe, der Umweltdezernent beim Kreis Unna war, hatte die Ökologiestation stets als sein „Herzblut-Projekt“ betrachtet. Als er Ende 2017 in den Ruhestand ging und auch beim Umweltzentrum aus seinem Amt ausschied, bat er anstelle von Geschenken um Spenden für das Umweltzentrum. Auch sein Mitgeschäftsführer Dr. Eberhard Geisler, der gleichzeitig in den Ruhestand ging, bat darum.

Von der stattlichen Summe, die dabei zusammen kam, finanzierte das Umweltzentrum das Blockhaus.

Cornelie Timpe führt Engagement ihres Mannes fprt

Eigentlich war mit Timpe bereits ein Einweihungstermin für die Woche nach Ostern vereinbart. Er verstarb jedoch kurz zuvor. Seine Ehefrau Cornelia Timpe setzte sein Engagement aber fort. Sie bat ebenfalls um Spenden für das Umweltzentrum statt Blumen oder Kränzen zu seiner Beisetzung. Auch dabei kamen weitere 5000 Euro zusammen.

Taufe mit Apfelsaft

Für den Namen der Hütte hatte sich das Umweltzentrum etwas besonderes einfallen lassen. Sie wurde standesgemäß mit einer Flasche NFG-Apfelsaft auf den Namen „Oller Timpen“ getauft. Die Anlehnung an Dr. Timpe liegt für das Umweltzentrum auf der Hand. Zusätzlich hat die Bezeichnung einen mundartlichen lokalen Bezug. „Timpen“ ist ein mundartlicher Begriff, der ein keilförmiges Teilstück im Kronenbereich eines Baumes bezeichnet. Die Hütte steht unter Eichen und Ebereschen, sodass der Name dazu einen Bezug hat.

FÖJ-ler bekommen eigenen Platz

Die FÖJ-ler, von denen vier neue zum 1. August auf der Ökostation mit ihrer freiwilligen Arbeit beginnen, fehlte in der Ökostation bisher ein eigener Raum. Im Haupthaus war angesichts immer neuer Aufgaben des Umweltzentrums kein Platz dafür. Diese Mangel hat jetzt ein Ende.

Die Hütte sei, neben der praktischen Komponente auch ein Zeichen der Wertschätzung der jungen Menschen, die für ein Taschengeld gemeinnützige Arbeiten verrichten, meint das Umweltzentrum. Eine Sichtweise, die Dr. Detlef Timpe vermutlich geteilt hätte.

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