Ein Bläserensemble, das zwischen Konferenztisch und Kaffeemaschine entstand

dzZehn Jahre Blasorchester

Die Musikschule feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Ihr Blasorchester ist deutlich jünger, blickt aber auf immerhin zehn ereignisreiche Jahre zurück.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 23.09.2019, 12:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den Tag genau zehn Jahre alt wurde am Sonntag das Blasorchester Bergkamen, kurz auch BOB genannt. Kein wirklich großes Jubiläum, aber trotzdem ein guter Grund für eine nette Feier in Form eines wohlklingenden Jubiläumskonzerts. „Entstanden ist das Blasorchester Bergkamen sozusagen zwischen Konferenztisch und Kaffeemaschine“, erzählt der Leiter der Bergkamener Musikschule, Werner Ottjes, den vielen Zuhörern im studio theater.

„Vor zehn Jahren stand für die Musikschule die Feier zum 40-jährigen Bestehen an und wir Dozenten fragten uns, was wir wohl dazu beitragen könnten.“ Wir machen eine Projektwoche, wo sich unsere Ensembles präsentieren können, war eine der Ideen.

Ein Bläserensemble, das zwischen Konferenztisch und Kaffeemaschine entstand

Nachwuchssorge muss sich das Blasorchester nicht machen, auch die „Bobbies“ sind gut aufgestellt. © Marcel Drawe


Eine Aufgabe für einen damals neuen Dozenten

„Schön wäre auch ein Blasorchester“, meinte dann ein anderer Teilnehmer in dieser schicksalhaften Runde, so Ottjes weiter. „Doch wer könnte denn ein Blasorchester auf die Beine stellen?“ „Vielleicht Thorsten Lange-Rettich?“, meinte spontan Anne Horstmann, wusste sie doch, dass der damals neue Dozent an der Bergkamener Musikschule als Mitglied und Hornbläser im Sinfonischen Blasorchester „Brass und Wind“ aus Dortmund schon reichlich Erfahrung in solch großen Ensembles gesammelt hatte.

Das erste Stück war „Main Street Celebration“

Thorsten Lange-Rettich war zwar ein wenig überrascht, dass die Wahl gefallen war, fackelte aber nicht lange. Nach kurzer Zeit hatte dieser mit den noch wenigen Musikern im Bergkamener Blasorchester das erste Stück einstudiert. Als eine kleine Reminiszenz an „damals“ wurde natürlich auch bei dem Jubiläumskonzert mit „Main Street Celebration“ eben genau dieses allererste Stück noch einmal gespielt.

Glückwünsche von befreundeten Bläsern

Mit einer bunten Auswahl aus Orchesterstücken aus allen Genres sorgte BOB ebenfalls für Begeisterung im Saal. Mit dabei auch „El Cid“, bei dem Trompeter Nico Wellers mit einem brillanten Solo-Trompetenstück das Publikum beeindruckte. Denn auch Weller hatte vor ungefähr zehn Jahren mit diesem Solo bereits als Stepke viel Applaus eingeheimst.

Als „Special-Guest“ überbrachte das befreundete Blasorchester „Brass und Wind“ unter der Leitung von Kevin Godden seine musikalischen Geburtstagsgrüße mit dem „Radetzky-Marsch“ und einem „Disney-Medley“. Nachwuchssorgen hat das BOB derzeit nicht, denn die Youngsters von den „Bobbies“ bewiesen mit „Let’s Fetz“ und „Pippi Langstrumpf“, dass sie bereits in den Startlöchern stehen.

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