Eigentümer wollen keinen Abriss an geräumten Häusern

dzTurmarkaden-Abriss

Beim Streit um die geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße gibt es einen neuen Konfliktherd mit dem Eigentümer der Turmarkaden. Trotzdem laden die Wohnungseigentümer zu einer Feier ein.

Bergkamen

, 01.08.2019, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Konflikt um die geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße droht, sich auszuweiten. Dem Vernehmen nach strengen die Eigentümer der Wohnungen in den Gebäuden Töddinghauser Straße 135 und 137 eine Verfügung an, dass der Eigentümer der Turmarkaden vorerst keine Abrissarbeiten im Bereich der Häuser vornehmen darf. Offenbar fürchten die Eigentümer, dass die beiden Häuser bei den Abrissarbeiten Schaden nehmen könnten.

Sie sind eng mit dem leerstehenden Einkaufszentrum verbunden. Die beiden Wohnhochhäuser stehen auf einem Gebäudetrakt, der eigentlich zu den Turmarkaden gehört. Der ist aber seit einigen Jahren Teil des Wohnungseigentums.

Interra verspricht Beantwortung aller strittigen Fragen

Alexander Dold, der Geschäftsführer der Interra AG aus Düsseldorf, bestätigte an diesem Donnerstag lediglich, dass ein anwaltliches Schreiben eingegangen ist. Die Interra AG ist für die Vermarktung der Flächen in dem geplanten neuen Einkaufszentrum zuständig, das anstelle der Turmarkaden gebaut werden soll. Eigentliche Eigentümerin und Auftraggeberin für den Abriss ist die eigens für diesen Zweck gegründete „Hailee B GmbH“ mit Sitz in Zossen/Brandenburg.

Nach Dolds Angaben sollen die Fragen, um die es in dem Schreiben geht, beantwortet werden. „Wir werden antworten und darlegen, dass alle Forderungen aus dem Schreiben erfüllt sind“, sagte Dold. Zu Details wollte er sich nicht äußern – mit Hinweis darauf, dass sich die Anwälte mit der Angelegenheit beschäftigen.

Feier am Samstag vor den Häusern

Die Bewohner der geräumten Häuser laden für diesen Samstag, 3. August, ab 12 Uhr zu einer Feier auf dem Gelände vor den Häusern ein, das ihr Privateigentum ist. Wie einer ihrer Sprecher mitteilt, ist der Anlass, dass sie alle Brandschutzmängel aus der Ordnungsverfügung der Stadt für beseitigt halten. Das sehen das städtische Bauordnungsamt und die Brandschutzstelle beim Kreis Unna jedoch anders. Sie haben weitere Forderungen, bevor die Bewohner wieder einziehen dürfen. Zu der kleinen Feier mit Grillen ist auch der von den Hauseigentümern beauftragte Brandschutz-Sachverständige Thomas Albrecht eingeladen. Auch Interessierte können kommen und sich über die Argumente von Albrecht und den Eigentümern informieren.

Es ist davon auszugehen, dass die Wohnungseigentümer auf Transparenten auf ihre Situation und ihre Meinung zur Räumung aufmerksam machen. Als echte Demonstration sehen sie ihre Veranstaltung aber offenbar nicht.

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