Ehepaar zeigt „Farben und Formen im Duett“

dzAusstellung in der Ökostation

Seit Jahren sind Annette und Hans Schulz begeisterte Künstler. Nun eröffneten sie zum vierten Mal eine Ausstellung mit dem Titel „Farben und Formen im Duett“ in der Ökologiestation.

von Coralie Nicolei

Bergkamen

, 07.12.2018, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Kunst-Ausstellungen kennt sich das Künstlerehepaar aus: Insgesamt veranstalteten sie bereits 17 Ausstellungen, darunter einige in dem Kaffee zur alten Post in Unna-Königsborn.

Annette Schulz stellte bereits als junge Schülerin ihr Mal- und Zeichentalent im Kunstunterricht unter Beweis. Die frühen Aquarelle und Stiftzeichnungen zeugen von einem ausgeprägten Farb- und Formenverständnis. In den 1990er Jahren studierte sie dann in Wochenendkursen bei Maria Brassat Seiden und Pastellmalerei. Im Laufe der Zeit eignete sie sich unterschiedliche Acryl-Maltechniken an, die sie noch heute verwendet, um ihr umfangreiches künstlerisches Werk mit inzwischen über 300 Bildern zu erweitern.

Auch Hans Schulz genoss schon im Alter von zehn Jahren privaten Kunstunterricht bei Emma Gertrud Eckermann aus Hamburg, einer Vertreterin der „Nüchternen Moderne.“ Ab seinem 14. Lebensjahr wurde er von dem Kunsterzieher und freischaffenden Künstler Wilhelm Ostermeyer aus Lüchow vor allem im Zeichnen gefördert. Während seiner 40-jährigen Tätigkeit als Arzt, davon 30 Jahre als Dermatologe in eigener Praxis und in der Klinik, fand er nur selten die Gelegenheit sich der Malerei zu widmen. Mittlerweile umfasst sein Werk, einschließlich seiner Zeichnungen, mehr als Tausend Bilder.

Unterschiedliche Techniken

Die beiden haben bereits unterschiedliche Techniken ausprobiert und sind über die Jahre von der Pastellmalerei über Ölmalerei und Kupferstich mittlerweile bei der Acrylmalerei „hängengeblieben“. Dabei malen sie jedoch ganz unterschiedlich. „Ich male sehr viel aus dem Gedächtnis“, sagt Hans Schulz. So malte er in kurzer Zeit sein Heimathaus, als ein Dorf seiner Urahnen, aus dem Hannoverschen Wendland.

An den Wänden und Vitrinen sehen die Besucher rund 40 Werke, die zum größten Teil in diesem Jahr von dem Ehepaar in ihrem eigenen Atelier angefertigt wurden. Dabei gleicht kein Motiv dem anderen: Zu sehen ist nicht nur abstrakte Malerei, sondern ebenso aufwendige farbenfrohe Landschaften, Portraits, Tiere und Bauwerke. Im Atelier malen sie im Einklang, doch die Portraits und Motive zeigen keinerlei Gemeinsamkeiten. „Ich lasse mich sehr oft von meiner Frau inspirieren und male auch am liebsten in der Gruppe“, erklärt Schulz. Dabei legt er sich aber auf keine feste Stilrichtung fest, sondern ist stets offen für neue Motive.

Die Ausstellung des Künstlerehepaars ist noch bis zum 2. Februar 2019 in der Ökologiestation am Westenhellweg 110 zu sehen.

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