Ehemals geräumte Häuser: Noch keine neuen Forderungen zum Brandschutz

dzTöddinghauser Straße

Die Stadt hatte noch Brandschutzmängel an den ehemals geräumten Häusern ausgemacht, die noch nicht behoben sind. Bisher hat sie aber noch keine weiteren Forderungen gestellt.

Bergkamen

, 09.10.2019, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem die ehemals geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße wieder bezogen sind, scheint die Stadt Bergkamen es nicht mehr sehr eilig mit weiteren Brandschutzmaßnahmen zu haben. Bisher lägen ihm noch keine weiteren Forderungen der Stadt vor, sagte Jörg Berchem von der Firma „Immowert 24“ auf Nachfrage. Berchem, der mit seinem Unternehmen vor wenigen Tagen von Lünen nach Bergkamen umgezogen ist, hat die Verwaltung der Häuser erst nach der Räumung übernommen.

Bewohner konnten vor knapp drei Wochen wieder einziehen

Die Bewohner der beiden geräumten Häuser mit insgesamt 60 Wohnungen hatten vor knapp drei Wochen wieder in die Wohnungen zurückkehren können, nachdem die dringlichsten Brandschutzauflagen erfüllt waren. Der Gutachter, den die Stadt eingeschaltet hatte, war nach einer Begehung sicher, dass nach einigen kleineren Maßnahmen keine unmittelbare Gefahr mehr für die Hausbewohner besteht. Einige Brandschutzmaßnahmen hatten die Eigentümer schon selbst ergriffen.

Die Stadt hatte die Häuser Mitte Mai nach einem Brand in den benachbarten Turmarkaden mittels einer Ordnungsverfügung geräumt. Sie hatte so eklatante Brandschutzmängel festgestellt, dass sie bei einem Brand auch in einem der Häuser Lebensgefahr für die Bewohner sah.

In den folgenden Diskussionen um die Räumung hatte die Stadt stets betont, dass sie die von einem Berater vorgeschlagenen und von den Eigentümern umgesetzten Maßnahmen allein nicht für ausreichend hält. Auch als die Bewohner wieder einziehen durften, hatte die Stadt deutlich gemacht, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Jetzt lesen

Vereinbarung mit Investor bei den Turmarkaden

In einer weiteren Angelegenheit kann Berchem den Wohnungseigentümern ihre Ängste wahrscheinlich bald nehmen. Viele von ihnen hatten befürchtet, dass die Wohnhäuser bei den Abrissarbeiten an den Turmarkaden Schaden nehmen könnten. Berchem hat eine Vereinbarung mit den Verantwortlichen vorbereitet, die das ausschließen soll. Die Hauseigentümer sollen in einer Eigentümerversammlung Ende Oktober entscheiden, ob sie der Vereinbarung zustimmen.

Mittlerweile sind so gut wie alle Wohnungseigentümer, die ihre Wohnung selbst bewohnen, in die Häuser zurückgekehrt. Auch ein Teil der Mieter ist zurück. Der Hausverwalter erwartet übrigens keine großen Schwierigkeiten, die leer stehenden Wohnungen wieder zu vermieten. Sie seien mit dem Aufzug zu erreichen und damit weitgehend barrierefrei. Außerdem befinden sich Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte direkt nebenan.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Stadtmuseum

Ohne Handys und Tiefkühlpizza: Wie die Arbeit mit Holz Wertschätzung lehrt (+Video)

Hellweger Anzeiger Vortrag im Stadtmuseum

Bergkamener 9/11: So erlebten Zeugen den ersten Groß-Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg

Hellweger Anzeiger Feuerwehr Bergkamen

Besonderes „Weihnachtsgeschenk“: Die Einheit Oberaden ist bei Unfällen bald noch schneller