Ehemaliges Liebespaar streitet vor Gericht

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 04.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Chance vertan. So könnte der Titel eines Prozesses lauten, der im Amtsgericht Kamen verhandelt wurde. Die Protagonisten: Ein ehemaliges Liebespaar. Das traf im Dezember im Amtsgericht Kamen aufeinander. Damals musste sich der 25 Jahre alte Mann wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung verantworten. Im Rahmen eines Streits um Geld hatte die Frau den Bergkamener aus Versehen mit ihren Fingernägeln am Hals verletzt. Der Angeklagte, so die Frau im Dezember, habe sie daraufhin geschlagen. Sie sei zu Boden gefallen. Als der Mann ihre Wohnung in Bergkamen habe verlassen wollen, habe sie sich an sein Bein geklammert, um ihn daran zu hindern „Wie ein Hund habe ich ihn angebettelt, nicht zu gehen“, hatte die Frau damals ausgesagt. Im Krankenhaus soll der Angeklagte der 21-Jährigen gedroht haben, sie an die Hells Angels zu verkaufen, wenn sie die Strafanzeige gegen ihn nicht zurücknähme.

Der Richter entschied im Dezember, das Verfahren gegen den Bergkamener vorläufig gegen eine Zahlung von 600 Euro einzustellen. Als Grund gab er das Festhalten durch die Frau an. Zudem hatte sie nach dem Vorfall wieder Kontakt zum Angeklagten gesucht. Der 25-Jährige hätte also nur die 600 Euro zahlen müssen, dann wäre die Sache vom Tisch gewesen. Doch genau das tat er nicht.

Und so sollte er sich nun erneut in dieser Angelegenheit verantworten. Doch der Platz auf der Anklagebank blieb leer. „Ich hatte in letzter Zeit gar keinen Kontakt mehr zu ihm“, musste der Verteidiger des Mannes zugeben. An die Stelle der Verfahrenseinstellung rückte schließlich ein Strafbefehl über 1000 Euro. Damit hat der Bergkamener, falls er keinen Einspruch gegen den Strafbefehl einlegt, jetzt statt 600, 1000 Euro zu zahlen.

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