Die ehemalige Lessing-Apotheke wird ein Ort für Senioren

dzNeues Betreuungsangebot

Die Lessingapotheke steht seit Ende des Jahres leer. Doch die Eigentümer haben schon eine Idee für eine neue Nutzung. Sie hängt mit dem benachbarten Seniorenheim Haus Lessing zusammen.

Bergkamen

, 10.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ehemalige Lessing-Apotheke an der Lessingstraße ist inzwischen ausgeräumt, die benachbarte Arztpraxis schon länger verwaist. Aber ein langfristiger Leerstand droht nicht. Die Betreiber-Familie des Seniorenstift Haus Lessing hat bereits Pläne für ihre Räume: „Wir werden dort eine Tagespflege einrichten“, sagt Hanna Schmidt von der AdvoMedica GmbH & Co. KG.

Eröffnung der Tagespflege noch in diesem Jahr geplant

Die betreibt das Seniorenheim an der Lessingstraße und wird auch den Betrieb der Tagespflege übernehmen. Zunächst sind 20 Plätze vorgesehen. Bis die allerdings zur Verfügung stehen, dauert es noch ein wenig. Wenn es gut läuft, könnte die neue Tagespflege im Herbst ihren Betrieb aufnehmen, sagt Schmidt: „Auf jeden Fall wird es aber noch in diesem Jahr eine Eröffnung geben.“

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Die Bauarbeiter haben dann auch einiges zu tun. Sie müssen nicht nur die ehemalige Apotheke und die frühere Arztpraxis miteinander verbinden, sondern die Räume auch kernsanieren. So entsteht eine Fläche von 450 Quadratmetern, auf der künftig tagsüber Senioren betreut werden, die dann abends nach Hause oder zu ihren Angehörigen zurückkehren.

Das Angebot richtet sich auch und gerade an demenzkranke Menschen: „Das ist einer der Schwerpunkte im Haus Lessing“, sagt Schmidt. Derzeit verfügt das Stift über 60 „klassische“ Seniorenheimplätze.

Überschneidungen zwischen Tagespflege und Seniorenzentrum

Das Wohnheim und die Tagespflege werden unabhängig voneinander laufen. „Aber natürlich gibt es Überschneidungen“, sagt Schmidt. So soll zum Beispiel die Küche des Haus Lessing, die von einem externen Catering-Unternehmen betrieben wird, für die Tagesgäste kochen. Umgekehrt dürfen die Bewohner des Seniorenheims auch an den Angeboten in der Tagespflege teilnehmen.

Dafür will Schmidt unter anderem eine auf die Arbeit mit Senioren spezialisierte Ergotherapeutin einstellen. Auch mit dem Pflegedienst, der im ersten Stock des Gebäudes ansässig ist, sei eine Zusammenarbeit denkbar.

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Ohnehin habe es schon die ersten Personalanfragen gegeben. Und es gebe auch schon Interessenten für die Tagespflege, sagt Schmidt. Das zeige, dass der Bedarf für neue Betreuungsformen vorhanden sei. Schmidt will nun erst einmal die neue Tagespflege stemmen. Sie kann sich aber durchaus noch weitere Projekte vorstellen: „Wir wollen der Quartiersversorger für Bergkamen werden.“

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