Ehestreit löst Polizei- und Feuerwehreinsatz in Bergkamen aus

dz51-Jähriger festgenommen

Ein 51-jähriger Mann soll in Bergkamen erst seine Frau mit Gewalt in die Flucht getrieben und dann ein Feuer im eigenen Haus gelegt haben. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.

Bergkamen

, 01.09.2019, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Frau flüchtete vor ihrem offenbar aggressiven Partner aus dem Haus, dann drang auch noch Rauch aus dem Gebäude: Ein Ehestreit ist am Sonntagnachmittag in Bergkamen so eskaliert, dass Polizei und Feuerwehr kommen mussten.

Die Polizei erhielt gegen 15 Uhr einen Notruf. Mehrere Streifenwagen fuhren zum Tatort, einem Einfamilienhaus am Ulmenweg. Die Beamten vermuteten den Ehemann noch randalierend im Gebäude und gelangten durch eine Seitentür hinein. Als die Beamten einen piependen Rauchmelder hörten und Rauch bemerkten, holten sie noch einen Feuerlöscher, zogen sich dann aber aus Sicherheitsgründen zurück. „Die Rauchentwicklung war so stark, dass ein weiteres Vorgehen zu gefährlich war“, berichtete später Polizei-Einsatzleiter Burkhardt Kollmer.

Die inzwischen alarmierte Feuerwehr rückte mit Einheiten aus Weddinghofen, Overberge und Bergkamen-Mitte aus. Die freiwilligen Feuerwehrleute fuhren mit acht Fahrzeugen vor und bereiten vorsorglich einen Löschangriff vor, während die Beamten die Lage im Haus im Auge behielten. Die zunächst dramatisch wirkende Gefahrensituation entspannte sich aber wieder. „Es gab letztlich keine Brandentwicklung“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Dirk Kemke. Die Feuerwehrleute konnten die Schläuche wieder einrollen.

Ehestreit löst Polizei- und Feuerwehreinsatz in Bergkamen aus

Mit dem Rettungswagen wird ein Mann, der seine Frau angegriffen haben und Feuer gelegt haben soll, ins Krankenhaus gebracht. © Carsten Fischer

51-Jähriger mit gefesselten Händen in Hauseinfahrt

Die Beamten nahmen den mutmaßlichen Aggressor, einen 51 Jahre alten Bergkamener, schließlich vorläufig fest. Ein Notarzt untersuchte den offenbar psychisch auffälligen Mann und empfahl die Einweisung in ein Krankenhaus. Umringt von acht Polizeibeamten, saß der Hausbewohner einige Minuten lang auf einer Mauer in der Hauseinfahrt. Seine Hände waren auf dem Rücken fixiert. Der Verdächtige wurde vom Rettungswagen unter Polizeibegleitung in eine Klinik gebracht.

Kriminalpolizisten befragten die Frau, eine 49 Jahre alte Bergkamenerin, und Nachbarn als Zeugen. Zudem untersuchten sie das Haus, um zu klären, woher der Rauch kam, und gingen dem Verdacht nach, dass der Mann ein Feuer gelegt hat, das entweder von selbst ausging oder von ihm gelöscht wurde. Denn weder Polizei noch Feuerwehr wollen nach Angaben der Einsatzleiter einen Brand gelöscht haben. Die Rauchentwicklung soll aber recht stark gewesen sein. „Ich sah es aus dem Wintergarten qualmen“, sagte ein Nachbar, der durch das Martinshorn auf den Einsatz in der Straße aufmerksam geworden war.

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Verdacht auf häusliche Gewalt und Brandstiftung

Die Partnerin des festgenommenen Mannes schilderte der Polizei laut Einsatzleiter, sie sei von dem Mann die Treppe hinuntergeschubst worden und daraufhin aus dem Haus geflohen. Nachbarn nahmen sie auf. Wie sich das Ehedrama genau zutrug, ist bei den weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt und Brandstiftung zu klären.

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