Dümmste Bushaltestelle wird verlegt und barrierefrei

dzEbertstraße

Um Deutschlands womöglich dümmste Bushaltestelle zu verlegen, ist einiges an Aufwand zu bewältigen. Der Haltepunkt soll nämlich nicht nur verlegt werden, erklärt Planungsamtsleiter Thomas Reichling.

Bergkamen

, 18.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn aktuell ein Bus an der Haltestelle steht, geht auf der Ebertstraße nichts mehr. Auch die Ein- und Ausfahrt der Präsidentenstraße ist dann blockiert. Das Bauamt der Stadt Bergkamen will die Haltestelle daher verlegen - ein paar Meter weiter in Richtung Rathaus und damit aus dem Kurvenbereich heraus.

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Doch wenn man schon Hand anlegt, dann soll das Ganze auch eine längere Zeit Bestand haben - und so wird die Baumaßnahme in das Konzept der barrierefreien Umgestaltung von Haltestellen eingebunden. Das sieht vor, dass bis Ende 2022 alle Bushaltestellen in Bergkamen barrierefrei sind - und zwar nicht nur für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte, sondern auch für Menschen mit Hör- und Sehschwächen. „Da werden taktile Elemente für den Blindenstock eingebaut, aber es wird auch Farbunterschiede geben, um Menschen mit anderen Sehschwierigkeiten eine Hilfe und Orientierungsmöglichkeit geben zu können“, erklärt Reichling.

Ideale Haltestelle für das gesamte Stadtgebiet

Dazu wurde ein Prototyp einer Vorzeige-Haltestelle entwickelt, der alles vereint, was an Hilfestellungen möglich ist. Inklusiver akustischer Signale und Wartehäuschen. Dieser Mustertyp soll in der gesamten Stadt gebaut werden und so ein einheitliches Bild vermitteln.

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An der Schulstraße ginge dies einfacher umzusetzen als an der Ebertstraße, wo auch Rücksicht auf das Blaue Band genommen werden muss, erklärt Reichling. Am schwierigsten werde die Umsetzung jedoch am Busbahnhof.

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