Alkohol- und Drogenkontrolle der Polizei: Auch mutmaßliche Schwarzarbeiter gehen ins Netz

dz„Viele Verstöße festgestellt“

Bei einer großangelegten Verkehrskontrolle auf dem THW-Gelände in Bergkamen hatten Polizei und Zoll viel zu tun. Sie mussten viele Verstöße dokumentieren: Alkohol, Handy am Steuer und viele mehr

27.09.2019, 16:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fahren unter Drogeneinfluss oder ohne Führerschein, Handynutzung oder Gurtverstöße: Die Liste der Verstöße ist lang. Bei einer großangelegten Verkehrskontrolle auf dem THW-Gelände gingen der Polizei viele Verkehrssünder ins Netz. Doch auch für jene Autofahrer, die sich nichts zu Schulden kommen lassen haben, war die Fahrt auf der Werner Straße am Donnerstag eher ungemütlich: „Im Bereich der Kontrollstelle wurde der Verkehr für einen Zeitraum von fünf Stunden auf 10km/h abgesenkt“, berichtet die Kreispolizei Unna. Die Kontrolle hat laut Pressesprecher Bernd Pentrop zwischen 11.30 Uhr und 16.30 Uhr stattgefunden.

Polizei und Zoll kontrollieren gemeinsam

Verschiedene Abteilungen der Kreispolizeibehörde haben gemeinsam mit dem Verkehrsdienst Unna und dem Zoll ein Auge auf den Verkehr geworfen. Unter anderem hielten sie vier Fahrer an, die im Verdacht stehen, Drogen genommen zu haben; zwei der Kontrollierten besitzen keinen Führerschein und sieben Menschen wurden wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt – zum Beispiel, weil sie beim Fahren ein Handy benutzt haben, oder ihr Führerschein abgelaufen war.

Doch nicht nur die Polizei musste zahlreiche Verstöße aufnehmen, sondern auch der Zoll.

Verstöße gegen das Mindestlohngesetz

So leiteten die Beamten zwei Verfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohn-Gesetz ein. Diese Ermittlungen sind für die Kontrolleure vergleichsweise einfach. Wenn auf die Frage nach dem Verdienst pro Stunde die Antwort „Sieben Euro“ kommt, dann liegt es nahe, dass etwas nicht stimmt.

Insgesamt hat die Polizei am Donnerstag 168 Fahrzeuge angehalten und 68 Personen überprüft. Doch nicht nur Autofahrer müssen mit Strafen rechnen. Vier Radfahrer wurden mit dem Handy erwischt. „Es muss nicht am Ohr sein, darauf herumzutippen reicht schon aus“, erklärt Pentrop.

Eine Auflistung aller aufgenommenen Verstöße:

Polizei:

  • 4 x Verdacht „Fahren unter Drogeneinfluss“
  • 2 x Fahrzeugführer, die keinen Führerschein besitzen
  • 7 x Ordnungswidrigkeitenanzeigen (unter anderem Erlöschen der Betriebserlaubnis, Ladungssicherung, Handynutzung)
  • 21 x Verwarngelder (unter anderem Gurtverstöße)
  • 2 x Verwarngelder wegen Handynutzung auf dem Fahrrad
  • 4 x Anzeigen nach dem Güterkraftfahrzeuggesetz

Zoll:

  • 2 x Verdacht auf Mindestlohnverstoß
  • 2 x Sozialversicherungsbetrug
  • 1 x Sozialleistungsbetrug
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