Digitalisierte Pflegedokumentation reduziert Zeitdruck

dzBundesabgeordneter besucht Haus Lessing

45 Minuten pro Schicht und Mitarbeiter spart das Seniorenstift Haus Lessing mit der elektronischen Pflegedokumentation. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck sammelte Eindrücke vor Ort.

Bergkamen

, 10.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Es war ein langer Rundgang, den der Politiker gemeinsam mit Geschäftsführerin und Health-Care-Mangerin Hanna Schmidt sowie den Betreibern Gudrun Oehler-Schmidt und Dr. Michael Schmidt durch die Einrichtung unternahm. Und sich dabei auch von Pflegedienstleiterin Margret Schnitger ausführlich erklären ließ, wie die digitalisierte Pflegedokumentation den Mitarbeitern den Zeitdruck nimmt. „Seitdem hier niemand mehr mit einer Dokumentenmappe unterwegs ist und schriftliche Eintragungen vornimmt, sparen wir nachweislich 45 Minuten pro Mitarbeiter und Schicht“, sagt Schnitger. Die Pflegekräfte nutzen stattdessen Laptops und Bildschirme, die in den Fluren an den Wänden hängen. Der bis dato zeitaufwändige Dokumentationsaufwand ist verschlankt und lässt so wesentlich mehr Zeit für die Betreuung der Bewohner. „Abgesehen von der Zeitersparnis geschieht es viel seltener, dass mal etwas vergessen wird“, sagt Hanna Schmidt - die Farben rot und grün dokumentieren erledigte und unerledigte Aufgaben auf einen Blick. Das Seniorenstift geht seit 2016 viele neue Wege, von denen sich auch Beeck überzeugen konnte.

Digitalisierte Pflegedokumentation reduziert Zeitdruck

Jens Beeck testet den digitalisierten Desinfektionsmittelspender. © Stefan Milk

Digitale Händehygiene

Neben der digitalen Dokumentation gibt es im Haus Lessing im Kampf gegen die gefürchteten Krankenhauskeime eine spezielle Art der Händehygiene: Sie ist ebenfalls digitalisiert. Leere Desinfektionsmittelspender gibt es seitdem nicht mehr. Und auch keinen Mitarbeiter, der diese so wichtige Art der Hygiene zufällig vergisst: Die Desinfektionsmittelspender sind mit einer speziellen Sensorik ausgestattet, die Mitarbeiter mit Transpondern. Jede Betätigung des Spenders wird so registriert und gespeichert. „Anfangs hat es schon einige Missverständnisse unter den Mitarbeitern gegeben“, sagt Hanna Schmidt. Doch sie sieht die „digitalisierte Händehygiene“ nicht als Kontrolle, sondern vielmehr zur Selbstkontrolle und zum Mitarbeiterschutz. Jens Beeck jedenfalls war von diesem System, Bewohner und Mitarbeiter vor den gefürchteten Krankenhauskeimen zu schützen, fasziniert. Er besichtigte die einzelnen Etagen, einige Zimmer, die Küche und ließ es sich auch nicht nehmen, sich mit einem Mitglied des Heimbeirates über das Leben und Wohnen im Haus Lessing zu unterhalten.

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