Am 27. Juni ist es so weit: Das beliebte „Spiele ohne Grenzen“ wird in Overberge wieder zahlreiche Vereine auf den Rasen holen. Was für Spiele sie dort erwartet, entscheidet sich schon bald.

21.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erwachsene Menschen, die in Schubkarren durch einen Parcours geschoben werden, und Männer, die beim Mannschafsskifahren über den Rasen rutschen – solche Bilder bekommt man nicht jeden Tag zu Gesicht. In Overberge ist es jetzt ein Jahr her. Bei dem Stadtteilfest „Spiele ohne Grenzen“ traten Mannschaften in den verrücktesten Disziplinen gegeneinander an. Es wurde gelacht, gefiebert und geschwitzt.

Ortsvorsteher Uwe Reichelt verkündet nun die für viele wohl frohe Botschaft: Es wird eine dritte Auflage geben. Allerdings erst nächstes Jahr. „Es soll ja etwas Besonderes sein“, sagt Reichelt. Die Organisatoren haben sich bereits getroffen und einen Termin festgelegt. Am Samstag, 27. Juni, soll es ab 14 Uhr auf dem Rasenplatz an der Hansastraße wieder rund gehen.

An unterschiedlichen Spielstationen werden die Mannschaften gegeneinander antreten. Die Vereine im Ortsteil werden die Stationen wieder planen und aufbauen. Im vergangenen Jahr hätten sich elf Vereine beteiligt, dieses Jahr dürfen es nach Reichelts Geschmack gerne noch mehr Vereine sein.

Das Fest soll sich nicht großartig von den Veranstaltungen in 2016 und 2018 unterscheiden. Eine Neuerung gibt es aber doch. „Dieses Mal dürfen auch Kinder, Zuschauer oder spontan gegründete Teams mitmachen“, sagt Reichelt.

Dieses Mal dürfen auch die Zuschauer ran: „Spiele ohne Grenzen“ geht in die dritte Runde

Ein einfaches Puzzle wäre bei „Spiele ohne Grenzen“ zu einfach gewesen. Ob in diesem Jahr wieder gepuzzelt wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten. © Stefan Milk

Die Zuschauer dürfen nach dem Wettbewerb die Spiele ausprobieren

Es habe viele Anfragen von Bürgern gegeben, die die Stationen auch gerne ausprobieren würden. Wer aber nicht offiziell in einer Mannschaft antreten will, hat in diesem Jahr nach 17 Uhr die Möglichkeit, sich ohne Wertung auszutoben.

Was für Spiele die Mannschaften und Vereinsmitglieder erwartet, entscheidet sich wohl in den kommenden Monaten. Die Einladungen werden in den nächsten zwei oder drei Wochen an die Mannschaften verschickt, sagt Reichelt. Gegen Ende Oktober wird es dann ein weiteres Treffen geben.

Im vergangenen Jahr haben unter anderen der Schützenverein, der Reitverein, Handballspieler, die Freiwillige Feuerwehr, der Friedhofsverein, das THW und der Theaterverein mitgewirkt. Doch auch die Landfrauen beteiligten sich – wenn auch nicht sportlich. Sie versorgten die Spieler mit Kaffee und Kuchen. Reichelt hofft aber, dass die Damen im kommenden Jahr auch eine Mannschaft stellen.

Zudem soll es in diesem Jahr auch wieder ein Rahmenprogramm für Kinder geben – mit einer Hüpfburg und Kinderschminken.

Dieses Mal dürfen auch die Zuschauer ran: „Spiele ohne Grenzen“ geht in die dritte Runde

Bei manchen Spielen ist voller Körpereinsatz gefragt. © Stefan Milk

Spiele ohne Grenzen zum 50. Geburtstag

Das erste Spielefest veranstalteten die Overberger im Jahr 2016 – zum 50. Jubiläum der Stadt Bergkamen. „Aber wir waren bei der Stadtgründung 1966 noch nicht Teil von Bergkamen“, sagt Reichelt. Deshalb durfte zwei Jahre später noch einmal gefeiert werden, dieses Mal das 50. Jubiläum des Stadtteils. Anfang 1968 schloss sich die Gemeinde Overberge Bergkamen an. Im kommenden Jahr gibt es nichts Spezielles zu Feiern. Doch das braucht es auch nicht. Denn „Spiele ohne Grenzen“ hat sich mittlerweile zur Tradition gemausert. Reichelt kann sich durchaus vorstellen, dass es 2021 wieder ein Fest geben wird.

„Spiele ohne Grenzen“ ist eine Anlehnung an „Spiel ohne Grenzen“, einer Unterhaltungssendung aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Städte traten mit ihren Mannschaften im nationalen Vergleich und danach im internationalen Vergleich bei Geschicklichkeitsspielen gegeneinander an. Jedes teilnehmende Land veranstaltete pro Jahr einen Wettbewerb. Am Ende der Saison traten die besten Mannschaften in einem Finale gegeneinander an. Deutschland gewann sechs Mal. Auch in Overberge streben die teilnehmenden Mannschaft den Sieg des Turniers an. Doch im Vordergrund steht sicherlich der Spaß und im Fernsehen ausgestrahlt wird der Wettkampf auch nicht – auch wenn so manch einer sich über ein Revival der Show sich sicherlich freuen würde.

Dieses Mal dürfen auch die Zuschauer ran: „Spiele ohne Grenzen“ geht in die dritte Runde

Auch kompliziert werden einige Spiele bei der Veranstaltung „Spiele ohne Grenzen“ sicherlich sein. © Stefan Milk

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