Die Zeit für Blues und Soul beginnt wieder

dzGrand Jam

Bereits in der kommenden Woche startet wieder die Grand-Jam-Reihe im ehemaligen Haus Schmülling – mit alten Bekannten und viel frischer Musik.

Bergkamen

, 30.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Wenn „Greg´s Bluesnight Band“ die neue Grand-Jam-Saison am kommenden Mittwoch, 5. September, eröffnet, dann fehlt ein echtes Urgestein des Blues: Saxofonist Tommy Schneller befindet sich dann auf einem Wanderweg quer über die Alpen. „Das erste Mal seit Jahren 14 Tage weg ohne Musik“, sagte Schneller strahlend, als er zusammen mit Mitorganisator Oliver Geselbracht das neue Programm vorstellte. Musik will er auf der Wanderung nicht machen, noch nicht einmal Wanderlieder singen. „Ich lasse singen“, sagte er.

Die Zeit für Blues und Soul beginnt wieder

Gastwirt Sascha Masurkewitsch, Oliver Geselbracht, Sponsorenvertreter Michael Krause, David Zolda vom Kulturreferat und Saxofonist Tommy Schneller (v.l.) stellten das Programm der neuen Grand-Jam-Saison jetzt vor. © Marcel Drawe

Hilden singt – vielleicht


Geselbracht, der als Bassist unter seinem Künstlernamen Olli Gee ebenfalls zur Bluesnight Band gehört, wird aber dabei sein – ebenso wie Namensgeber Gregor Hilden (Gitarre), Keyboarder Horst Bergmeyer und Schlagzeuger Frank Boestfleisch. Um das Quintett zu komplettieren hat die Band diesmal Sänger und Mundharmonika-Spieler Gerd Gorke verpflichtet. „Ein ausgezeichnete Musiker“, sagt Schneller.

Besucher des Konzerts haben außerdem die Chance auf eine Premiere. Gitarrist Gregor Hilden soll neuerdings auch Singen – und möglicherweise wird er das auch beim Grand Jam tun, auch wenn er nach Einschätzung seiner Mitmusiker dabei eher die ruhigeren Töne bevorzugt.

Auf Schneller müssen seine Fans übrigens nicht lange verzichten: Er spielt am Mittwoch, 10. Oktober, mit seiner eigenen Band im ehemaligen Haus Schmülling, das Mitte September erneut seinen Namen wechselt. Die Gaststätte heißt dann „Thorheim“.

In der kommenden Grand-Jam-Saison können sich die Freunde von Blues, Folk, Soul und verwandten Musikrichtungen auf eine bunte Mischung freuen. Nach den Urgesteinen aus der Bluesnight Band kommt Will Jacobs, ein junger amerikanischer Musiker, der aus Chicago stammt und der seit kurzem in Berlin lebt. Obwohl er noch keine 30 Jahre alt ist, verkörpert seine Musik den Ur-Chicago-Blues. „Muddy Waters lässt grüßen“, sagt Schneller.

Er und Olli Gee sind wieder dabei, wenn Ingrid Arthur ais New York City im Dezember nach Overberge kommt und den Soul zu seinem Recht kommen lässt. Sie hat bei den Harlem Gospel Singers gesungen und war bei den „Weather Girls“ dabei.

Aus einer anderen Richtung kommen die „Solverettes, die als erste im neuen Jahr auftreten. Die Sängerinnen, die bisher mit Dick Brave und Boss Hoss aufgetreten sind, bieten Rockabilly und einen Gesang, der an die Andrew Sisters erinnert.

Besonders freuen sich die beiden Musiker auf den den aufstrebenden Bluesmusiker und Songwriter aus den Staaten, der beim Konzert von einer französischen Band begleitet wird und auf den australischen Musiker Jaimi Faulkner, der mittlerweile in Bremen lebt. Davor kommt im März noch der deutsche Bluesmusiker Michael van Merwyk mit seiner Band „Bluesoul“.

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„The Silverettes“ kommen im Januar zum Grand Jam und bieten Rockabilly.

Mehr Zuhörer


Geselbracht hofft, dass sich ein Trend der vergangenen Saison sich fortsetzt, als die Zuhörerzahlen nach häufigem Auf und Ab in den vergangenen Jahren wieder deutlich stiegen. Immerhin ist das Grand Jam auch nach 15 Jahren die erfolgreichste Musikreihe dieser Art in der Region, wie David Zolda vom Kulturreferat betonte.

Eintrittskarten für die Grand-Jam-Reihe gibt es ab sofort. Vorverkaufsstellen sind wie immer das Kulturreferat im Rathaus, das unter Tel. (0 23 07) 96 54 64 auch Vorbestellungen annimmt, das Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses, die Hauptstelle der Sparkasse und die Gaststätte „Almrausch“, Landwehrstraße 160, die ab dem 15. September den Namen „Thorheim“ trägt. Die Preise bleiben gleich. Tickets kosten im Vorverkauf 14 Euro (ermäßigt 11 Euro) und an der Abendkasse je zwei Euro mehr.
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