Die Wege zum Schwimmunterricht werden deutlich länger

dzGesperrte Schwimmhalle

Die gute Nachricht für die DLRG und die anderen ausgesperrten Nutzer der Schwimmhalle in Heil: Bald können sie wieder ins Wasser. Die schlechte: Die Wege zum Schwimmen werden deutlich länger.

Bergkamen

, 08.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die bisherigen Nutzer der gesperrten Schimmhalle der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule können voraussichtlich nach den Herbstferien wieder ins Wasser. Den insgesamt sieben Gruppen und Vereinen ist es gelungen, ihre Trainingszeiten soweit koordinieren, dass alle freie Kapazitäten in Bädern der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) nutzen können. Der Zeitplan müsse zwar noch mit der Stadt Bergkamen und den GSW abgestimmt werden, sagte der Vorsitzende der DLRG Bergkamen, Tobias Schwittek: „Aber das ist wohl nur eine Formsache.“

Die Wege zum Schwimmunterricht werden deutlich länger

Das Hallenbad der Friedrich-von- Bodelschwigh-Schule in Heil ist seit den Sommerferien gesperrt. © Stefan Milk


DLRG will Fahrgemeinschaften bilden

Schwittek ist froh, dass die DLRG bald wieder ihre Schwimm- und Wassergewöhnungskurse anbieten kann. Sie mussten seit den Sommerferien ausfallen, nachdem der Kreis Unna das Heiler Becken wegen massiver Schäden gesperrt hatte. Den Preis, den die DLRG beziehungsweise ihre Kursteilnehmer zahlen müssen, sind deutlich längere Wege: Die DLRG lehrt das Schwimmen bis auf weiteres in der Kleinschwimmhalle im Kamener Stadtteil Heeren, die ähnliche Voraussetzungen bietet wie das Heiler Lehrschwimmbecken. „Wir werden dafür Fahrgemeinschaften bilden“, kündigte Schwittek an. Auch die anderen Gruppen müssen sich an neue Zeiten und andere Orte gewöhnen. Ihnen stehen zudem die Hallenbäder in Bergkamen sowie in Kamen und Methler zur Verfügung.

Ein moderner Lifter für die BSG

Und zumindest für das Bergkamener Bad bringt das eine Verbesserung mit sich. Dort werden künftig die Mitglieder der Behindertensportgemeinschaft trainieren. Die benötigen allerdings ein Hilfsmittel, weil der Weg zum Becken über eine Treppe führt. Der Lifter, den die GSW bisher für diese Zwecke vorhalten, ist in die Jahre gekommen und erfüllt seine Funktion kaum noch. Deshalb wird der Badbetreiber für die BSG eine modernen Version anschaffen, wie GSW-Pressesprecher Timm Jonas auf Anfrage berichtet. Der hat den Vorteil, mobil zu sein, sodass sich die Investition auch für die Zukunft lohnt, in der die GSW bekanntlich ein neues Schwimmbad in Bergkamen bauen wollen: In das lasse sich dann der neue Lifter flexibel integrieren, teilte Jonas mit. Die BSG dürfte über den neuen Lifter dankbar sein. Denn ob und wann sie und die anderen Gruppen nach Heil zurückkehren können, ist ungewiss. Zwar haben Gutachter das Becken auf Schäden untersucht, die Kreisverwaltung wartet aber noch auf die Ergebnisse, wie Birgit Kalle aus der Pressestelle berichtet. So lange die nicht vorliegen, sind Aussagen über den Sanierungsaufwand nicht möglich.

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