Die Volksbühne 20 Oberaden präsentiert eine Leiche zum Kaffeekränzchen

dzNeues Stück

Wenn der Theaterverein Volksbühne 20 ein neues Stück auf die Bühne bringt, kann sich das Publikum auf turbulente Vorstellungen freuen. Diesmal sorgt eine Leiche im Wohnzimmer für Verwicklungen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

23.08.2019, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zur Premiere des neuen Schwanks „Für die Familie kann man nichts“, bleiben dem Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden nur noch drei Wochen. Keine Frage, dass die dreizehn Akteure um Regisseur Rainer Achsnich derzeit kräftig dabei sind, die überaus heitere, aber extrem rabenschwarze Komödie in die passende Bühnenform zu bringen.

Nicht viel zu tun hatten dieses Mal die Bühnenbildner des Theatervereins, denn alle drei Akte spielen einzig in einem biederen Wohnzimmer der Familie Beierle. Das gehört den Beierles, die auf den ersten Blick wie eine stinknormale Familie aussehen – doch der Eindruck täuscht.

Die Volksbühne 20 Oberaden präsentiert eine Leiche zum Kaffeekränzchen

Eine spiritistische Sitzung im Wohnzimmer der Familie Beierle hat unangenehme Nebenwirkungen. © Klaus-Dieter Hoffmann


Die indienreisende Schwester wäscht sich nicht mehr

Zum Leidwesen von Sohn Friedhelm . Ist dieser doch das „weiße“ Schaf in der gelinde gesagt ungewöhnlichen und ziemlich chaotischen Familie. Jetzt hat dieser sogar seine Traumfrau gefunden, und zu seinem Erschaudern, will diese nun seine Familie kennenlernen.

„Für die Familie kann man nichts“, seufzt Friedhelm Beierle. Schon allein, wenn er an seine Schwester Hermine denkt, die ihm nach einem Indienurlaub erst so richtig stinkt. Zudem stiftet diese mit ihren schrägen spiritistischen Sitzungen reichlich Verwirrung. Aber auch Bruder Hubbi, ein genialer Erfinder, richtet mit seinem Sprachfehler so manches Chaos an.

Neues Stück der Volksbühne

Premiere am 14. September

Die Volksbühne zeigt ihr Stück „Für die Familie kann man nichts“ am Samstag, 14. September, um 18 Uhr sowie an den beiden Sonntagen 15. und 22. September um jeweils 16.30 Uhr im Martin-Luther-Haus an der Goekenheide in Weddinghofen. Weitere Vorstellungen gibt es im Haus Düfelshöft an der Dortmunder Allee in Südkamen: Am Samstag, 28. September, um 18 Uhr und am Sonntag, 29. September, um 17 Uhr. Kartenreservierungen sind bei Gunhild Dahn unter Tel. 02306/80683 möglich

Der Leichenwagenfahrer bringt die Arbeit mit nach Hause

Die Geschichte eskaliert, als Bruder Wille, ein Leichenwagenfahrer im Nebenjob, seine „Arbeit“ mit nach Hause bringt, weil die Werkstatt den Leichenwagen nach einer Panne nicht mit dem makabren „Inhalt“ reparieren will. In seiner Not, wird die Leiche nun von Willi im Wohnzimmer „zwischengelagert“. Da Bruder Friedhelm das aber keinesfalls merken darf, wird die Leiche immer wieder zum „Leben“ erweckt – mit absolut fatalen Folgen.

Für die Besetzung der Rollen konnte Spielleiter Rainer Achsnich wieder aus dem Vollen schöpfen. So stehen ihm nicht nur die vielen altgedienten Mimen aus dem Theaterverein zur Seite, sondern auch die Akteure aus der „Nachwuchs“-Theatergruppe „Spottlight“.

Neuzugänge im Ensemble

Als vielversprechender Neuzugang konnte hier Marc Hiddemann begrüßt werden, der bereits vor drei Jahren in der Waldbühne Heessen erste Bühnenluft geschnuppert hatte. Von Alpträumen geplagt wurde vor vierzehn Jahren hingegen Ulrike Mücke vor ihrem ersten Auftritt. „Doch als ich dann den ersten Satz auf der Bühne gesagt hatte, war die ganze Angst plötzlich wie weggeblasen.“

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