Die Verkaufsgespräche über das neue Bergkamener Gewerbegebiet ziehen sich hin

Schwierige Verhandlungen

Die Stadt plant ein neues Gewerbegebiet an der Industriestraße. Doch bevor sich dort Unternehmen ansiedeln können, muss sie erst einmal die Eigentümer zum Verkauf überreden.

Bergkamen

, 23.07.2018, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Verkaufsgespräche über das neue Bergkamener Gewerbegebiet ziehen sich hin

Die Stadt will auf der Fläche zwischen der Industriestraße und der Straße Am Romberger Wald ein Gewerbegebiet ausweisen. Vorher muss sie sich allerdings noch mit den Eigentümern einigen. Archiv © Stefan Milk

Bis die Stadt das geplante neue Gewerbegebiet an der Stadtteilgrenze zwischen Rünthe und Overberge ausweisen kann, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. „Wir führen sehr langsame Gespräche“, sagte der Beigeordnete Marc Alexander Ulrich auf Anfrage – er vertritt derzeit den erkrankten Baudezernenten Dr. Hans-Joachim Peters.

Der hatte die Pläne für die neue Gewerbefläche auf dem Areal westlich der Industriestraße zwischen den Straßen Am Romberger Wald und und der Overberger Straße bereits im vergangenen Dezember vorgestellt. Bisher ist es der Stadt aber noch nicht gelungen, Einigung über einen Erwerb der 8,37 Hektar großen Fläche zu erzielen. Das mag auch damit zusammenhängen, dass es mehrere Eigentümer gibt, die sich offenbar nicht einig sind. „Die einen wollen verkaufen, die anderen nicht“, sagte Ulrich.

Allerdings sieht er die Stadtverwaltung nicht unter Zeitdruck. Denn parallel zu den Verhandlungen könnten im Planungsamt die Aufgaben erledigt werden, die für die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes notwendig sind. Dabei sind planungsrechtliche Angelegenheiten ebenso zu beachten wie die Fragen der Erschließung. Außerdem müsse die Stadt auch die Belange der Anwohner und des Naturschutzes beachten, meinte Ulrich: „Und wir sprechen auch mit dem Kreis Unna.“ Idealerweise sei diese Aufgabenliste bereits abgearbeitet, wenn die Einigung mit den Eigentümern erzielt werde.

Ulrich sieht die sich hinziehenden Verkaufsgespräche auch deshalb halbwegs entspannt, weil es derzeit keine aktuellen Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen gebe. Und kurzfristig könne die Stadt freie Flächen am Sandbochumer Weg anbieten.

Gleichwohl braucht Bergkamen mindestens mittelfristig ein neues Gewerbegebiet, weil es sonst kaum gelingen wird, neue Arbeitsplätze und Gewerbesteuerzahler ins Stadtgebiet zu holen. Ein Plan B liegt im Rathaus wohl nicht vor für den Fall, dass die Verhandlungen über das Areal an der Industriestraße scheitern: „So viele Flächen, die für ein Gewerbegebiet in Frage kommen, gibt es in Bergkamen nicht“, sagte Ulrich.

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