Die trockenen Sommer machen den Jugendtreff „John“ heimatlos

dzJugendarbeit in Oberaden

Es steht fest: Der evangelische Jugendtreff John kann nicht mehr zurück in seine bisherige Heimat. Das Gebäude muss abgerissen werden. Jetzt spricht die Gemeinde mit der Stadt.

Bergkamen

, 12.12.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es steht endgültig fest, dass der evangelische Jugendtreff „John“ nicht mehr in seine Räume an der Martin-Luther-Kirche in Oberaden zurückkehren kann. Die ehemalige Kindertagesstätte „Sonnenschein“, in der er seine Heimat hatte, ist so baufällig, dass sie abgerissen werden muss. „Das Gebäude ist nicht mehr zu einem vertretbaren Preis zu sanieren“, sagt Baukirchmeister Artur Gallas. In dem flachen Gebäude waren zum Teil fingerdicke Risse entdeckt worden. Es soll „kurz- bis mittelfristig“ abgerissen werden, sagt Gallas.

Jugendtreff und Wichtelgruppe mussten ausziehen

Der Jugendtreff und die Wichtelgruppe „Die kleinen Wichtel“, die sich das Gebäude teilten, mussten im August ausziehen. Die Wichtelgruppe hat neue Räume bei der Konkurrenz gefunden: Sie ist zur katholischen Kirchengemeinde St. Barbara auf der anderen Seite des Römerbergwaldes gezogen.

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Das John fand eine neue vorübergehende Heimat im Martin-Luther-Zentrum an der Kirche. Die Gemeinde rückte zusammen, sodass zumindest drei Räume für die Jugendlichen frei wurden.

Mittlerweile hat es eine Begehung des ehemaligen Kindergartens zusammen mit Statikern und Architekten des evangelischen Kirchenkreises und einer Vertreterin der RAG gegeben, wie Gallas mitteilte. Das Ergebnis war gleich doppelt enttäuschend: Nicht nur, dass sich das Gebäude nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand wieder instand setzen lässt. Die Gemeinde kann auch mit keiner Entschädigung vom Bergbau rechnen.

Bergbau hat mit Rissen nichts zu tun

Anders als oft in Bergkamen hat der Bergbau nichts mit den Rissen im Gebäude zu tun. Die Experten gehen nach Angaben von Gallas davon aus, dass die vergangenen extrem trockenen Sommer Einfluss auf den Zustand des Gebäudes haben. Der Boden, auf dem das Gebäude steht, sei wahrscheinlich so stark ausgetrocknet, dass es zu Spannungen und dadurch auch zu den Rissen gekommen ist, erklärt Gallas.

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Pfarrerin Petra Buschmann-Simons geht davon aus, dass das Martin-Luther-Zentrum auf Dauer zu klein ist, um auch den Jugendtreff „John“ mit zu beherbergen. Die Gemeinde hat sich deshalb auf die Suche nach Alternativen gemacht.

Buschmann-Simons hat bereits erste Gespräche mit der Stadt geführt, bei denen es um eine intensivere Zusammenarbeit geht. Sie kann sich vorstellen, dass der evangelische Jugendtreff in irgendeiner Form das Jugendheim Yellowstone mit nutzt. Das liegt zumindest nicht weit vom Martin-Luther-Zentrum entfernt – am anderen Ende der Preinstraße.

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