Die Tage des Museum-Zwischentraktes sind gezählt

dzUmbau des Stadtmuseums

Bald rollen am Stadtmuseum die Abrissbagger. Sie beseitigen den maroden Zwischentrakt und schaffen Platz für einen Neubau. Bis zum dritten Advent sollten sie mit dem Abbruch fertig sein.

22.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Umbau des Stadtmuseums in Oberaden schreitet voran. Ende November rücken aber erst einmal die Abrissbagger an: Sie werden den Zwischentrakt auf der vom Museumsplatz aus gesehen linke Seite des Gebäudekomplexes abreißen. Auf diese Weise schaffen sie Platz für den Neubau des Eingangsbereiches, den der Hagener Architekt Markus K. Meier entworfen hat.

Die Tage des Museum-Zwischentraktes sind gezählt

Bis zum Weihnachtsmarkt am 14. und 15. Dezember sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. © Marcel Drawe


Bis zum Weihnachtsmarkt soll der Abbruch erledigt sein

Die Abreißer stehen unter einem gewissen Zeitdruck: Am dritten Adventswochenende, 13. und 14. Dezember, spielt sich am und im Museum der Oberadener Weihnachtsmarkt ab. Und die vorweihnachtliche Stimmung der Besucher soll nach Möglichkeit nicht durch eine Baustellenatmosphäre getrübt werden. Museumsleiter Mark Schrader ist optimistisch, dass dieses Vorhaben gelingt: „Die Abbruch-Arbeiten dauern ungefähr eine Woche.“ Dann bliebe noch genug Zeit, um die Spuren des Gebäudeabrisses zu beseitigen. Nach dem Jahreswechsel könnten dann im Januar oder Februar die Bauarbeiten für den geplanten Neubau beginnen.

Die Tage des Museum-Zwischentraktes sind gezählt

Wegen des anstehenden Umbaus wird Museumsleiter Mark Schrader vorerst keine Sonderausstellungen wie die zum 50. Jubiläum der Mondlandung organisieren. © Marcel Drawe


Ausschreibung für Neubau läuft

Allerdings gibt es da noch zwei Unbekannte: Zum einen das Wetter, das bei einem Baustart im Winter die Planungen immer durcheinander bringen kann. Zum anderen weiß Schrader noch nicht, ob sich rechtzeitig zum Jahresstart ein Bauunternehmen mit freien Kapazitäten findet. „Derzeit läuft die Ausschreibung“, sagt er. Erst, wenn die abgeschlossen ist, lassen sich die Bauarbeiten am Museum konkret planen. Die Bauarbeiter werden einen eingeschossigen etwa fünf Meter hohen Neubau mit einem Flachdach errichten, der deutlich weiter nach vorne ragt als das bestehende Museumsgebäude. In dem neuen Zwischentrakt wird nicht nur das Foyer samt Museumskasse und eine Cafeteria untergebracht, sondern auch ein Multifunktionsraum, den auch Vereine nutzen können.

Jetzt lesen

Neubau könnte im September fertig werden

Schrader rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Monaten. Der Innenausbau wird seiner Einschätzung nach noch einmal drei bis vier Monate dauern. Wenn Schraders Zeitplan aufgeht, stünde der neue Eingang also in ungefähr einem Jahr zur Verfügung. Allerdings will Schrader sich angesichts der diversen Ungewissheiten lieber nicht genau festlegen: „Ich spreche hier ausdrücklich im Konjunktiv.“ Abriss und Neubau sind auch bei weitem nicht die einzigen Baustellen, über die sich der Museumschef Gedanken machen muss. Im Zuge der Umgestaltung will er auch die Energie-Bilanz des Altbaus deutlich verbessern. Dazu werden neue Fenster und eine neue Heizungsanlage eingebaut. Wann genau das geschieht. weiß Schrader noch nicht. „Am besten wäre es natürlich, wenn der Einbau im Sommer vonstatten ginge“, sagt er.

Museum wird zwischenzeitlich geschlossen

Dafür wird das Museum vollständig geschlossen werden. Das gilt auch für die Räume der städtischen Galerie „sohle 1“, wo die letzte Ausstellung der laufenden Saison am 23. August endet. Danach bleibt das Haupthaus des Museums wohl ungefähr ein Jahr lang dicht, meint Schrader. Wenn es gut läuft, steht dann bald der Neubau zur Verfügung, den Schrader für Veranstaltungen nutzen will. Wenn die Bauarbeiter fertig sind, bleiben Schrader und seinem Museumsteam noch genug Umbauarbeiten: Schließlich muss die komplett neu gestaltete Dauerausstellung aufgebaut werden. Dafür veranschlagt Schrader noch einmal mindestens ein halbes Jahr. Doch in dieser Zeit dürfen schon wieder Besucher ins Haus, verspricht Schrader: „Wir planen Baustellenführungen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Stadtmuseum

Ohne Handys und Tiefkühlpizza: Wie die Arbeit mit Holz Wertschätzung lehrt (+Video)

Hellweger Anzeiger Vortrag im Stadtmuseum

Bergkamener 9/11: So erlebten Zeugen den ersten Groß-Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg

Meistgelesen