Die Tage des Bergkamener Rathauses sind wahrscheinlich gezählt

dzBeratung über Machbarkeitsstudie

Ein Gutachter soll klären, wie das Bergkamener Rathaus in Zukunft aussehen soll. Der Bürgermeister geht davon aus, dass damit auch das Schicksal des alten Gebäudes besiegelt ist.

Bergkamen

, 25.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es nach Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) geht, dann sind die Tage des erst 1974 fertiggestellten Bergkamener Rathauses gezählt. Er geht davon aus, dass der Abriss und Neubau des Rathauses deutlich besser ist, als Sanierung und Umbau.

Halbe Million Euro für Machbarkeitsstudie

Die Weichen zu einer dieser beiden Varianten soll der Bergkamener Stadtrat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr stellen. Wenn er am Donnerstag, 12. Dezember, über den Doppelhaushalt 2020/2021 berät, geht es auch um eine halbe Million Euro die für 2020 an Kosten für eine Machbarkeitsstudie veranschlagt sind.

Die Tage des Bergkamener Rathauses sind wahrscheinlich gezählt

Auch der Einbau einer neuen Heizungsanlage hat das Rathaus nicht zu einem energetisch günstigen Gebäude gemacht. Sie spart zumindest Energie im Vergleich zu ihrer Vorgängerin. © Marcel Drawe

Ein Rathaus für die Zeit nach 2030

In der Studie soll ein Gutachter klären, wie ein Bergkamener Rathaus aussehen müsste, das auch noch 2030 und einige Jahre später zur Arbeit der Stadtverwaltung passt. Dabei geht es darum, dass mittlerweile wesentlich mehr Platz für Gespräche mit Bürgern gebraucht wird. Dabei spielt auch der Datenschutz eine Rolle.

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Es geht aber auch darum, dass der Raum für das Lagern von Aktenbergen überflüssig wird, weil die Stadtverwaltung dabei ist, alle Akten zu digitalisieren. Auch Themen wie Home-Office für städtische Mitarbeiter spielen eine Rolle.

Schäfer glaubt nicht, dass sich das alte Rathaus passend umbauen lässt. „Auch wenn wir das Gebäude komplett sanieren und erheblich erweitern, blieben die tragenden Wände im Altbau gleich“, argumentiert der Bürgermeister. Er lasse sich deshalb kaum passend umbauen.

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Bei Sanierung müsste die ganze Stadtverwaltung in Container

Hinzu kommt, dass es bei einer Sanierung und Erweiterung des Altbaus nicht mit diesen Kosten getan ist. Die komplette Stadtverwaltung müsste für den Zeitraum von Umbau und Sanierung an anderer Stelle in Bergkamen untergebracht werden – wahrscheinlich in Bürocontainern. Dafür müsste die Stadt einen passenden Platz finden und die Miete für die Container bezahlen. Auch diese Kosten soll der Gutachter klären. Die Pläne bei einem Abriss und Neubau sehen vor, dass das neue Rathaus hinter dem alten entsteht. Dann soll der Altbau in Betrieb bleiben, bis der Neubau fertig ist und erst dann abgerissen werden.

Die Diskussion über eine Sanierung oder einen Neubau des Rathauses gibt es schon seit einiger Zeit. Dabei ging es bisher aber vor allem darum, dass das Rathaus die wohl größte städtische Energieschleuder ist. Es ist so schlecht isoliert, dass es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt ist.

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