Die Rückkehr zu G9

dzStädtisches Gymnasium

Den neuen Fünftklässlern des Städtischen Gymnasiums steht eine andere Schullaufbahn bevor als ihren älteren Mitschülern: Sie werden in aller Regel neun Jahre bis zum Abitur brauchen.

Bergkamen

, 30.08.2018, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem neuen Schuljahr hat sich die Bergkamener Schule von der achtjährigen Gymnasialzeit (G8) verabschiedet. Das bringt für Schüler und Lehrer eine Reihe von organisatorischen Änderungen mit sich.

Zunächst sei davon aber noch nicht allzu viel zu spüren, sagt Schulleiterin Bärbel Heidenreich. Schon gar nicht für die Mädchen und Jungen, die sich erst einmal an ihrer neuen Schule zurechtfinden müssen: „Die fünfte und die sechste Klasse werden nach wie vor als Orientierungsstufe und damit als Einheit betrachtet.“

Die erste gravierende Neuerung wird es allerdings bereits im nächsten Schuljahr geben: Die aktuellen Fünftklässler werden die zweite Fremdsprache nicht wie die G 8-Jahrgänge im zweiten Jahr am Gymnasium, sondern erst in der siebten Klasse lernen. Dadurch werden im Schuljahr 2019/2020 in der Jahrgangsstufe sechs vier Stunden Sprachunterricht wegfallen. Das bringt natürlich Veränderungen für die Stundentafel mit sich. Wie die konkret aussehen werden, weiß Heidenreich auch noch nicht: Die Rahmenbedingungen dafür lege das nordrhein-westfälische Schulministerium fest, sagt sie. Und das habe bisher noch keine Vorgaben veröffentlicht. Gleiches gelte für den Lehrplan, der den G9-Bedingungen natürlich auch angepasst werden muss.

Im neuen Schuljahr gibt es aber bereits eine Veränderung, die zumindest mittelbar mit der G-8-Abkehr zusammenhängt. Das Gymnasium hat einen neuen Tages-Rhythmus eingeführt, das sie ein Jahr lang testen will. Das betrifft vor allem die Pausen und das Ende des Schultages, der um 8.10 Uhr beginnt und spätestens um 16 Uhr endet. „Die zehnte Stunde für die Oberstufe fällt weg“, sagt Heidenreich. „Das ist für alle Beteiligte eine große Erleichterung.

Gleichwohl gibt es bei der Rückkehr zu G 8 noch eine ganze Reihe von Fragen, die früher oder später auf die Tagesordnung rücken. Zum Beispiel, was passiert, was passiert, wenn ein Schüler aus dem letzten G-8-Jahrgang sitzen bleibt. Aber diese Schwierigkeit habe es beim letzten Schulzeitwechsel ja auch gegeben, meint Heidenreich: „Und da haben wir auch eine Lösung gefunden.“

Außerdem kann sie sich schon einmal darauf einstellen, dass das Gymnasium in absehbarer Zeit eine neue Erfahrung machen wird, weil die neuen Fünftklässler ein Jahr länger zur Schule gehen werden als ihre Vorgänger: Einen Abiturjahrgang 2026 wird es wohl nicht geben.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Sprachprojekt in der Grundschule

Warum auch deutsche Eltern am Rucksack-Projekt für den Spracherwerb teilnehmen

Meistgelesen