Die Routen für Radler durch Bergkamen sollen sicherer werden

dzFahrradverkehr

Fahrradfahrer, die mit dem Rad zum Einkaufen oder zur Arbeit wollen, fühlen sich inmitten des Autoverkehrs oft unsicher. Die Stadt soll die sogenannten „Alltagsrouten“ verbessern, fordert die SPD.

Bergkamen

, 17.11.2019, 11:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bergkamener, die ihr Fahrrad zum Einkaufen, auf dem Weg zur Schule und zur Arbeit nutzen, sollen künftig sicherer und bequemer zum Ziel kommen. Die SPD-Fraktion will im Rahmen der Haushaltsplanberatungen einen Antrag stellen, das die sogenannten „Alltagsrouten“ für Radler in Bergkamen deutlich verbessert werden.

Dabei geht es nicht so sehr um die Radfahrverbindungen in Bergkamen, die von vielen in Ihrer Freizeit genutzt werden, macht der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer deutlich - zum Beispiel die Kuhbachtrasse, die Klöcknerbahn oder den Radweg am Kanal. Es geht vielmehr um die Wege, meist entlang der Straßen, die von den Radlern auf dem Weg zum Einkaufen oder zum Kindergarten genutzt werden.

Radler müssen sich die Fahrbahn mit Autos teilen

Dabei haben Radler oft das Problem, dass sie dabei vom Autoverkehr bedrängt werden. Auf vielen Nebenstraßen müssen sie sich die Fahrbahn mit den Autos teilen. Dort, wo es Angebotsstreifen für Fahrradfahrer gibt, werden die von Autofahrern mitgenutzt und oft sogar zugeparkt.

Fahrrad bekommt eine größere Bedeutung als Verkehrsmittel

Die Sozialdemokraten halten den Zeitpunkt für gekommen sich mit diesen Problemen zu beschäftigen. Das Rad habe in den vergangenen Jahren eine größere Bedeutung als innerörtliches Verkehrsmittel bekommen, das außerdem umweltfreundlicher ist als das Auto. „Vor allem Pedelecs und E-Bikes haben dazu geführt, dass das Fahrrad immer mehr zum Alltagsverkehrsmittel wird“, sagt Schäfer.

Die Sozialdemokraten beantragen deshalb, dass sich die Stadtverwaltung Gedanken über ein Konzept machen soll, wie sich die innerörtlichen „Alltagsrouten“ für die Fahrradfahrer verbessern lassen. Dazu soll die Stadt möglicherweise ein externes Planungsbüro einschalten. Bei dem Konzept soll der Fokus vor allem auf den Straßen innerhalb der Ortsteile liegen, die als Hauptverkehrsstraße dienen - wie die Schulstraße in Weddinghofen oder die Jahnstraße in Oberaden.

SPD fordert Aufstocken der Haushaltsmittel

Dafür soll die Stadt bereits im kommenden Jahr in ihrem Haushalt 50.000 Euro zusätzlich für Planungskosten zur Verfügung stellen. Im Jahr 2021 wollen die Sozialdemokraten den Haushaltsposten für den Fahrradverkehr sogar noch deutlicher erhöhen. Zu den ohnehin eingeplanten 45.000 Euro für die „Erstellung von Rad- und Wanderwegen“ sollen weitere 200.000 Euro hinzukommen: 70.000 Euro für Ingenieurleistungen und 130.000 Euro für Baukosten.

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