Die Radler müssen weiter auf eine zweite Fahrradstraße in Bergkamen warten

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Offenkundig hat es sich gelohnt, auf einem Teil der Hubert-Biernat-Straße dem Radverkehr den Vorrang einzuräumen. Doch bis auf weiteres wird das wohl die einzige Fahrradstraße in Bergkamen bleiben.

04.10.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hubert-Biertnat-Straße bleibt auf absehbare Zeit die einzige Fahrradstraße in Bergkamen. Zwar sind die Radverkehrshüter im Rathaus mit dem Ergebnis der Regelung zufrieden. Die Stadt hatte den Abschnitt der Hubert-Biernat-Straße zwischen dem Kreisel der Gedächtnisstraße und dem an der Erich-Ollenhauer-Straße im Frühjahr 2018 zu einem Bereich erklärt, auf dem die Radler Vorrang vor dem Autoverkehr haben. Konkrete Pläne für weitere Fahrradstraßen gibt es im Rathaus bisher allerdings nicht, wie der Leiter des Planungsamtes, Thomas Reichling, auf Nachfrage berichtet

Die Radler müssen weiter auf eine zweite Fahrradstraße in Bergkamen warten

Dieses Verkehrsschild zeigt den Autofahrern, dass auf der Straße die Radler Vorrang haben. © picture alliance/dpa


Fahrradstraße passen zum Klimaschutz

Dabei passt das Projekt gut in die Zeit. Wer Fahrrad fährt, schont bekanntlich im Gegensatz zum Autofahrer das Klima. Und die Stadt hat ja gerade erst ein Klimaschutzkonzept aufgestellt und sich darin unter anderem auf die Fahne geschrieben, den Radverkehr zu fördern. Grundsätzlich stünde das Thema Fahrradstraße deshalb auch auf der Agenda der städtischen Klimaschützer, sagt Reichling. Eine konkrete Straße dafür haben sie allerdings noch nicht ins Auge gefasst. Sie müssten erst einmal prüfen, welche Verkehrswege dafür in Frage kämen, meinte Reichling. Und bis diese Prüfung zu konkreten Ergebnissen führt, wird es wohl noch mindestens ein bis zwei Jahre dauern.

Positive Bilanz der Fahrradstraße

Dabei zieht Reichling nach etwa eineinhalb Jahren eine durchaus positive Zwischenbilanz der ersten Bergkamener Fahrradstraße. Zumindest seien im Rathaus keinerlei Klagen bekannt geworden: Weder von erwachsenen Fahrradfahrern noch von Schülern, die zum Städtischen Gymnasium radeln. Und die waren auch der Hauptgrund, warum die Stadt die Verkehrsregeln auf der Hubert-Biertnat-Straße geändert hat. Auch von Seiten der Polizei seien keine Probleme oder gar eine verstärkte Unfallgefahr gemeldet worden, berichtet Reichling.

Durchfahrtsverbot und Tempolimit

Eine Fahrradstraße ist – wie der Name schon sagt – den Radlern vorbehalten. Auf dem Teilstück der Hubert-Biernat-Straße allerdings erlaubt die Stadt auch den Autofahrern die Durchfahrt: Vorausgesetzt, es sitzt ein Anlieger am Steuer. Außerdem dürfen sie maximal Tempo 30 fahren. Reichling will allerdings lieber nicht seine Hand dafür ins Feuer legen, dass sich auch wirklich alle Autofahrer an das Durchfahrtsverbot und das Tempolimit halten: „Um das zu erreichen, müssten wir viel häufiger kontrollieren oder bauliche Veränderungen vornehmen.“

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