Die Oberadener Vereine behelfen sich und hoffen auf den neuen Raum im Museum

dzVerlust der Vereinsgaststätte

Die Oberadener Vereine, die ihre Heimat im Haus Heil hatten, haben mittlerweile größtenteils neue Räume gefunden. Die Schützen schießen jedoch mit ganz anderen Waffen als bisher.

Bergkamen

, 16.08.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die Traditionsgaststätte „Haus Heil“ an der Rotherbachstraße zum 1. April unwiderruflich schloss, verloren eine ganze Reihe von Oberadener Vereinen ihre Heimat. Die meisten von ihnen haben mittlerweile etwas Neues gefunden, auch weil sich andere Vereine und Institutionen zur Kooperation bereit zeigten. In vielen Fällen handelt es sich aber noch um einen Behelf.

Neues Domizil im Jugend- und Vereinsheim

Vor allem im Jugend- und Vereinsheim an der Preinstraße hätten viele der Vereine ein neues Domizil gefunden, sagt Ortsvorsteher Michael Jürgens. Der Schalke-Fanclub „Blau-Weiß Oberaden“ hielt dort in der vergangenen Woche seine Jahreshauptversammlung ab. Auch der Schützenverein hält dort seine Quartalsversammlungen ab, wie die stellvertretende Vorsitzende Marion Heil-Klute auf Anfrage mitteilt, die Inhaberin des Haus Heil war.

Als endgültige Lösung sehen die Schützen das aber nicht. Sie hoffen darauf, dass bald der Mehrzweckraum im Stadtmuseum fertig ist, den auch die Vereine aus dem Ortsteil nutzen können.

Weniger Sitzungen, weil es nur noch den Gesamtverein gibt

Den Schützen kommt auch entgegen, dass sich die Kompanien, die es bis vor kurzem gab, vor einiger Zeit aufgelöst haben und es nur noch den Gesamtverein gibt. „Das hat die Anzahl der Sitzungen deutlich reduziert“, sagt Klute-Heil. Zu größeren Veranstaltungen hat der Schützenverein auch schon bisher ins Foyer der Realschule Oberaden eingeladen – und dabei soll es auch in Zukunft bleiben.

Schießen mit Laser-Gewehr im Garten

Nur bei den Schießwettbewerben, die der Verein bis zum April immer auf seinem Schießstand im Haus Heil veranstaltete, gibt es bisher noch keine endgültige Lösung. Beim Schießen um den Sieglinde-Heil-Pokal beweisen die Schützen zumindest, dass sie zur Not improvisieren können. Statt zu Gewehren mit echten Projektilen stellten sie auf Lasergewehre um und nutzen den Garten ihrer ehemaligen Vereinsgaststätte für den Wettbewerb. Eine Veranstaltung, die wahrscheinlich wiederholt wird. „Ich stelle den Garten gerne wieder zur Verfügung“, sagt die stellvertretende Vorsitzende. Einige der Oberadener Schützen sind zum Schießen auch nach Methler gewechselt.

Einzig für die Sängervereinigung Oberaden/Beckinghausen stellte sich die Frage nach einem neuen Sängerheim nicht mehr. Die Sänger haben ihren Verein vor einigen Monaten aufgelöst. Das hat aber nichts mit dem Verlust der Vereinsgaststätte zu tun, sondern mit Überalterung: Sie fanden keine neuen Sänger mehr.

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