Die Oberadener Katholiken gehen bald in der Nachbarstadt zur Kirche

Renovierung der Barbara-Kirche

Weil die Kirche St. Barbara renoviert wird, können die Oberadener Katholiken ab September dort keine Gottesdienste mehr feiern. Aber sie haben einen Ausweichort gefunden.

Bergkamen

, 26.07.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Oberadener Katholiken gehen bald in der Nachbarstadt zur Kirche

Die Barbara-Kirche in Oberaden wird ab September renoviert, die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste dann in Beckinghausen. © Marcel Drawe

Die Mitglieder aus der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara in Oberaden müssen bei der Messe am Sonntag, 1. September, auf das Orgelspiel verzichten. Und in den Monaten danach kommen sie gar nicht mehr in ihre Kirche: Dort stehen Bauarbeiten an. Die Kirche wird renoviert.

Auch die Orgel wird überholt

Anders als bei der Elisabeth-Kirche in der Stadtmitte ist kein Umbau geplant, so dass der Aufwand nicht ganz so groß ist. Allerdings nutzt die Gemeinde die Gelegenheit und lässt auch die Orgel gründlich reinigen und überholen. Die Arbeiten sollen rund drei Monate dauern: „Wir hoffen, dass wir die Messe am ersten Advent wieder in der Barbara-Kirche feiern können“, sagt Pastor Thorsten Neudenberger, der Leiter des Pastoralverbundes Bergkamen.

Die Oberadener Katholiken gehen bald in der Nachbarstadt zur Kirche

Vor allem im Kircheninneren stehen Arbeiten an. © Stefan Milk


Kirche stammt aus den 1950er Jahren

Die Kirche wurde 1954/55 gebaut und ist nach Neudenbergers Angaben zuletzt 1985 saniert worden. Im wesentlichen muss das Kircheninnere erneuert werden, es stehen auch einige Reparaturen am Gebäudeäußeren an. Die Kosten hatte der Kirchenvorstand mit einer „strammen sechsstelligen Summe“ angegeben. Die Gemeinde bekommt Zuschüsse vom Erzbistum Paderborn. Die Oberadener Katholiken werden auch in der Zwischenzeit die Möglichkeit haben, ihren Kirchgang in Wohnortnähe zu absolvieren.

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Die Gemeinde weicht nach Beckinghausen aus

Die Gemeinde St. Barbara wird ihre Gottesdienste in Herz Jesu in Beckinghausen feiern, kündigt Neudenberger an. Dieser Stadtteil von Lünen grenzt bekanntlich direkt an Oberaden. Und für die Gläubigen von St. Barbara stellt der Kirchenbesuch in der Nachbarschaft gewissermaßen eine Art Heimkehr dar: „Herz Jesu ist die Stammgemeinde von St. Barbara“, erläutert der Pastor. In den 1950er Jahren schlossen sich die Oberadener Katholiken zu einer eigenen Gemeinde zusammen.

Ein Teil von Oberaden gehört noch immer zu Herz Jesu

„Ein Teil von Oberaden gehört aber immer noch zu Herz Jesu“, sagt Neudenberger. Alle Katholiken, die jenseits des Bahndamms wohnen, haben ihre kirchliche Heimat auf der anderen Seite der Stadtgrenze. Allerdings besuchen nach Neudenbergers Beobachtung viele von ihnen die Messen in der Barbarakirche. „In Herz Jesu werden eigentlich keine Gottesdienste mehr gefeiert, weil sie jetzt zu Lünen-Mitte gehören“, sagt Neudenberger. Umso schöner findet er es, dass die Oberadener Gemeinde die Kirche in der Nachbarschaft während der Renovierungszeit mit neuem Leben füllen kann.

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