Die Naturschützer gehen ins Internet

dzProjekt des Umweltzentrums

Das Umweltzentrum Westfalen plant ein neues Internet-Portal mit Angeboten zur Umweltbildung. Bis es wirklich online geht, dauert es aber noch.

Bergkamen

, 07.09.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Michael Bub kennt sich gut aus in der Natur- und Umweltschutzszene im Kreis Unna. Immerhin arbeitet er im Umweltzentrum Westfalen, das auf der Ökologie-Station in Heil beheimatet ist. In nächster Zeit wird er noch eine ganze Reihe weiterer Angebote zu dem Thema kennenlernen.

Bub leitet das Projekt „Ubiku“. Das steht für „Umweltbildung im Kreis Unna“. Ziel ist eine Internet-Plattform, auf der möglichst viele Anbieter aus dem Natur- und Umweltbereich ihre Veranstaltungen und Termine veröffentlichen. Auf diese Weise sollen Eltern, Lehrer, Erzieher oder andere Interessierte Angebote finden und aus ihnen auswählen können. Damit jeder auch wirklich das entdeckt, was ihn interessiert, soll die Möglichkeit bestehen, Stichworte oder auch Städtenamen und Daten in eine Suchmaske eingeben können und dann eine entsprechende Auswahl bekommen.

Bis UBIKU aber tatsächlich online geht, dauert es noch eine ganze Weile: „Ein Jahr brauchen wir wohl noch“, sagte Bub bei der Vorstellung des Projektes. Derzeit befindet er sich in der Recherchephase, das heißt, er versucht, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen und Kontakt zu den verschiedenen Umweltgruppen und anderen Anbietern aufzunehmen.

Für die nächsten drei Jahre stehen rund 51.100 Euro für das Projekt zur Verfügung. 70 Prozent davon kommen von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. „Wir wollen durch Anschubfinanzierung interessante Projekte fördern“, sagt der Stiftungsvorsitzende Alfred Buß. Danach müssten die Beteiligten dann auf eigenen Füßen stehen.

Im Falle von UBIKU ist Umweltzentrums-Geschäftsführer Ralf Sänger optimistisch, dass das gelingt: „Das Projekt ist auf Dauerhaftigkeit angelegt.“ Zumal mit dem ebenfalls auf der Öko-Station beheimateten Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna sowie mit der Waldschule Cappenberg Kooperationspartner bereit stehen. Die technische Plattform auf der das Internetportal laufen soll, existiert bereits. Es soll in das bestehende Informationssystem des Regionalverbandes Ruhr (RVR) integriert werden.

Nun kommt auf Bub auch noch die Aufgabe zu, das neue Angebot bekannt zu machen, wenn es denn erst einmal online ist. Dafür will er einerseits klassische Mittel der Öffentlichkeitsarbeit wie Plakate und Flyer einsetzen. Andererseits soll Ubiku natürlich vor allem auch ein besonders internetaffines Publikum ansprechen. In dieser Welt kennt sich Bub nicht so richtig gut aus, wie er selbst zugibt. Aber er bekommt kompetente Unterstützung: Beim Umweltzentrum kümmert sich auch Laura Lange um das Projekt. Die junge Frau absolviert gerade ein Masterstudium im Umweltmanagement.

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