Die Musikschule entdeckt einen neuen Konzertsaal

Kapelle Heil

Die Musikschule organisiert zu ihrem 50. Jubiläum deutlich mehr Konzerte als in normalen Jahren. Und dabei entdeckt sie einen neuen Auftrittsort für sich. Den will sie auch in Zukunft nutzen.

26.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Musikschule entdeckt einen neuen Konzertsaal

Die Musikschule hat im Zuge ihres Jubiläumsprogrammes festgestellt, dass die Kapelle Heil absolut kammermusiktauglich ist. Zuletzt richtete sie dort das Konzert „Holz trifft Blech“ aus. © Boyrs Sarad

Dank ihres Jubiläums-Programms hat die Musikschule einen neuen Auftrittsort für ihre Ensembles entdeckt: Die Kapelle Heil. Nachdem die Martin-Luther-Kirchengemeinde sich im vergangenen Jahr von dem Gebäude am Westenhellweg getrennt hatte, steht es für andere Aktivitäten zur Verfügung. Und das macht sich die Musikschule zunutze, die 2019 aus Anlass ihres 50. Jubiläums deutlich mehr Konzerte anbietet als in anderen Jahren.

Konzert mit Holz- und Blechbläsern

Die Kapellen-Premiere feierte im April der Fachbereich Zupfinstrumente, der erstmals ein Konzert in Heil gab. Später folgte der Auftritt eines Saxophon-Quartetts. Erst vor zwei Wochen trafen in der Kapelle die Holz- und die Blechbläser der Musikschule aufeinander. Und für Freitag, 6. Dezember, ist noch ein Auftritt des Gitarristen Burkhard „Buck“ Wolters geplant. Und das wird vermutlich nicht das letzte Musikschul-Konzert in der Kapelle Heil bleiben. Zumindest nicht, wenn es nach den Vorstellungen von Musikschulleiter Werner Ottjes geht.

Die Musikschule entdeckt einen neuen Konzertsaal

Seitdem die Martin-Luther-Gemeinde die Kapelle Heil aufgegeben hat, dient sie als Treffpunkt und als Ort von Kulturveranstaltungen. © Marcel Drawe


Der Musikschulchef war zunächst skeptisch

Dabei war er zunächst ein wenig skeptisch, was den neuen Auftrittsort betrifft: „Ich war mit nicht sicher, ob auch Konzertbesucher zu der etwas abgelegenen Kapelle kommen“, meint er. Diese Sorge hegt Ottjes nach den Erfahrungen der zurückliegenden Veranstaltungen nicht mehr, die alle auf eine gute Resonanz stießen. Und so kann sich Ottjes gut vorstellen, dass die Musikschule auch nach Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten Konzerte in der Kapelle zu organisieren.

Natürlich ist die nicht für jedes Musikformat geeignet. Für den Auftritt eines ausgewachsenen Orchesters ist der Raum dann doch zu klein: Aber gerade für Kammermusik sei er nahezu optimal, findet Ottjes: „Und auch die akustischen Verhältnisse sind hervorragend.“ Die Kapelle Heil hat also offenkundig eine durchaus hoffnungsvolle Zukunft als Konzertsaal der Musikschule.

Kontakte nach Wieliczka

Womöglich treten dort demnächst auch Ensembles auf, die eine etwas weitere Anreise haben. Ottjes hat das Jubiläumsjahr auch genutzt, um die Kontakte mit der polnischen Partnerstadt Wieliczka auszubauen. Zunächst trat ein Chor aus Polen bei der Gesangsrevue im studio theater auf, vor kurzem reiste Ottjes mit seinem Quartett „clarinet.factory“ nach Wieliczka. Dort wirkte er nicht bei Konzerten mit, sondern führte auch Gespräche mit seiner polnischen Kollegin Izabel Szota: „Wir wollen den Austausch fortsetzen“, fasst der das Ergebnis zusammen.

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