Die Musical-Macher vom Pantenweg

dzRealschule Oberaden

Im Frühjahr begab sich das Musical-Ensemble der Realschule Oberaden in den Dschungel. Nun wollen sie Zirkusluft schnuppern – und diesmal machen Schüler aus allen Jahrgangsstufen mit.

Oberaden

, 14.11.2018, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seitdem Sebastian Schmidt als Lehrer an der Realschule Oberaden arbeitet, hat er das musikalische Leben am Pantenweg ordentlich in Schwung gebracht. Bisheriger Höhepunkt: Die Musicalaufführung im vergangenen März. Da brachte Schmidt mit Schülern aus der achten und neunten Klasse die Tarzan-Geschichte „Der Junge aus dem Dschungel“ auf die Bühne. Und dabei überzeugten sie so sehr, dass es jetzt eine Wiederholung gibt. Und dieses Musical-Projekt beschränkt sich nicht nur auf zwei Jahrgangsstufen, diesmal sind Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen dabei.

Das Musical spielt im Zirkus

Die Musical-Macher vom Pantenweg

Weil „The Show“ im Zirkus spielt, wird es – wie beim Tarzan-Musical wohl wieder einige akrobatische Einlagen geben. © Marcel Drawe

Das Stück, das sie einstudieren heißt „The Show“. „Es orientiert sich an dem Musical-Film ,The Greatest Showman‘“, berichtet Schmidt. Der kam Anfang des Jahres in die deutschen Kinos. Hollywood-Star Hugh Jackmann spielt darin den Zirkus-Pionier P.T. Barnum. Dessen Lebensgeschichte wollen die Realschüler nun in ihrer neuen Musiktheater-Produktion erzählen.

Proben auf Sylt

Die Musical-Macher vom Pantenweg

Zum Probenauftakt hat das Musical-Ensemble ein verlängertes Wochenende auf Sylt verbracht.

Zum Probenauftakt ist Schmidt vor kurzem mit den Schülern zu einem verlängerten Wochenende nach Sylt gereist. Dort gab es die ersten Einzel-, Gruppen und Gesamtproben. Denn auf die Musicalmacher kommt noch eine Menge Arbeit zu, bevor die im nächsten Frühjahr Premiere feiern können. Dass er diesmal mit Kinder und Jugendlichen ganz unterschiedlichen Alters ein Musical einstudiert, stellt für Schmidt durchaus eine Herausforderung dar. „Die Schüler bringen natürlich ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit“, sagt Schmidt. Aber gerade das macht den Reiz eines solch heterogenen Ensembles aus.

Die tragenden Säulen sind aber schon die Acht- und Neuntklässler. Für sie bedeutet das Musical ein Projekt, für das sie zum Teil auch im Unterricht üben. Die anderen Schüler kommen in ihrer Freizeit zu den Proben. Auf den ersten Blick ist so ein Projekt natürlich vor allem etwas für Schüler, die gerne singen und schauspielern. „Aber es muss natürlich auch Leute geben, die hinter den Kulissen aktiv sind“, sagt Schmidt. Denn mit dem „Jungen aus dem Dschungel“ haben die RSO-Musicalmacher durchaus Maßstäbe gesetzt, was Bühnentechnik und Effekte betrifft. Und die wollen sie auch bei „The Show“ einhalten. Schmidt weiß dann auch das Engagement der Schüler, die sich um die Technik und ähnliches kümmern, besonders zu schätzen: Gerade weil sie bei der Aufführung nicht im Rampenlicht stehen.

Und der Musiklehrer Schmidt freut sich natürlich auch, dass die Musiktalente seiner Schule gefragt sind. Denn die Musical-Musik kommt keineswegs nur vom Band, sondern wird zum Teil auch Live gespielt. Auch bei der Handlung und den Texten für die Lieder mussten die Schüler selbst Hand anlegen, sagt Schmidt: „Der Film ist noch so neu, dass es noch gar keine Musicalvorlage gibt.“

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