Die Martin-Luther-Gemeinde steht in Oberaden bald ohne Jugendreferenten da

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Erst muss die Martin-Luther-Gemeinde ihr Oberadener Jugendzentrum räumen. Und dann kommt ihr auch noch der Jugendreferent René Puttler abhanden. Einen Nachfolger wird es wohl nicht so schnell geben.

09.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jugendarbeit der Martin-Luther-Gemeinde in Oberaden steht derzeit unter keinem guten Stern: Erst mussten die Jugendarbeiter die angestammten Räume im Jugendzentrum „John“ wegen Baumängeln räumen. Und nun kommt der Gemeinde auch noch ihr Jugendreferent abhanden. René Puttler geht zum Jahresende. Er arbeitet seit Oktober 2012 für die Gemeinde. Parallel dazu studiert Puttler: „Jetzt komme ich in die Master-Phase“, erklärt er, weshalb er bald keine Zeit mehr hat, sich um die Oberadener Jugend zu kümmern.

Zwei Stellenausschreibungen ohne Erfolg

Einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gibt es vorerst nicht. „Wir haben die Stelle zwei Mal ausgeschrieben“, berichtet Puttler. „Aber es haben sich keine geeigneten Bewerber gemeldet.“ Und es sieht auch nicht so aus, als ob sich das bis zum Jahresende noch ändert. Die Oberadener Jugendarbeit der Luther-Gemeinde kommt aber auch 2020 nicht zum Erliegen, ist sich Puttler sicher. Zum einen hat im September Alexandra Wolny ihr Freiwilliges Soziales Jahr begonnen, die zumindest einen Teil seiner Aufgaben übernehmen kann. Und dann gibt es auch noch Nele Krabs, die ein Diakonisches Jahr in der Gemeinde absolviert hat.

Die Martin-Luther-Gemeinde steht in Oberaden bald ohne Jugendreferenten da

Auch wenn René Puttler geht, kommt die Jugendarbeit nicht zum Erliegen. Es stehen noch andere Helferinnen und Helfer bereit. © Claudia Pott


Ferienfreizeiten sind gesichert

Das ist zu Ende und Krabs hat sich eigentlich schon von der Gemeinde verabschiedet. Aber für die Jugendarbeit steht sie weiterhin zur Verfügung. Die beiden jungen Frauen werden im nächsten Jahr eine wichtige Aufgabe übernehmen, sagt Puttler: „Sie sollen die beiden Freizeiten in den Sommerferien leiten.“ Die hat der scheidenden Referent gerade ausgeschrieben. Die Kinder fahren nach Spiekeroog und die Jugendlichen nach Österreich. Puttler macht sich keine Sorgen, dass dafür nicht ausreichend Betreuer zur Verfügung stehen: „Wir haben rund 50 ehrenamtliche Helfer.“

Jugendarbeit im Martin-Luther-Zentrum

Die werden für Oberaden auch benötigt. Denn die Jugendarbeit wird sich unter erschwerten Bedingungen abspielen. Nach Angaben von Puttler sind die Schäden in dem ehemaligen Kindergarten, in dem das „John“ untergebracht war, so groß, dass eine Rückkehr wohl ausgeschlossen erscheint. Also müssen die Kinder und Jugendlichen dauerhaft Räume im Martin-Luther-Zentrum nutzen. Nach den ersten Wochen hat Puttler aber das Gefühl, dass das ganz gut funktioniert: „Die Gemeinde rückt zusammen.“ Das macht ihm den Abschied nicht unbedingt leichter. Aber er geht mit dem guten Gefühl, dass „seine“ Jugend in guten Händen ist.

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