Die Luther-Gemeinde strebt eine einheitliche Gestaltung des Kirchenraumes an

dzMartin-Luther-Kirche

In der Martin-Luther-Kirche stehen etliche Gegenstände, die eigentlich aus anderen Gottesdienst-Stätten stammen. Das ergibt ein eher uneinheitliches Einrichtungsbild. Das soll sich ändern.

Oberaden

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Martin-Luther-Kirche sieht ein wenig aus wie ein sakrales Sammelsurium. Das ist kein Wunder, stammen doch manche Einrichtungsgegenstände aus anderen Gottesdienst-Orten, die die Martin-Luther-Gemeinde längst aufgegeben hat. Zum Beispiel das Taufbecken, das im vorderen Teil der Teil der Kirche steht und optisch ganz und gar nicht zum Altarraum passt. Das will die Kirchengemeinde jetzt ändern. „Wir wollen den Kirchenraum einheitlicher gestalten“, sagt Pfarrerin Petra Buschmann-Simons, die sich dazu in dieser Woche mit einem eigens gegründeten Arbeitskreis getroffen hat.

Die Luther-Gemeinde strebt eine einheitliche Gestaltung des Kirchenraumes an

Die Martin-Luther-Kirche steht an der Preinstraße in Oberaden © Stefan Milk


Eine Art Kanzel für die Lesungen aus der Bibel

Allzu großen Aufwand will die Gemeinde dabei allerdings nicht treiben. Es gehe eher darum, das Taufbecken und andere Gegenstände zu streichen, damit die jeweiligen Farbtöne sich ergänzen und zu einander passen. Das sei wohl zu schaffen, ohne dass der Gemeinde allzu hohe Kosten entstehen, meint die Pfarrerin. Allerdings will sie auch ein Provisorium vor dem Altar beenden. Dort befindet sich bisher eine Art Stehpult, das bei den Gottesdiensten für Lesungen und ähnliche Zwecke genutzt wird. „Wir wollen es durch ein Ambo ersetzen“, kündigt die Pfarrerin an. Dieses Wort stammt aus dem altgriechischen, bedeutet so viel wie „erhöhter Rand“ und steht für eine Art Kanzel, von der Lektor oder der Pfarrer aus der Bibel vorliest.

Das Geld stammt aus Spendenmitteln

Das neue Ambo soll sich der Gestaltung des Altarraums anpassen. Und es darf auch ruhig ein wenig kosten, sagt Buschmann-Simons: „Dafür stehen Spendenmittel zur Verfügung.“ Nicht ganz so viel Geld hingegen kann die Gemeinde für einen weiteren Gestaltungsplan in ihrer Oberadener Kirche ausgeben. Sie will den Platz unter der Empore künftig als eigenen Raum für meditative Gottesdienste, Veranstaltungen wie Lesungen oder auch für Gruppentreffen nutzen. Ihn dafür mit Mauern oder Raumteilern abzutrennen, käme wohl zu teuer, meint die Pfarrerin.

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Nun will sich der Arbeitskreis Gedanken darüber machen, wie sich der Raum mithilfe eines neuen Konzeptes so beleuchten lässt, dass er vom Rest der Kirche abgetrennt wird und sich die Besucher von kleineren Veranstaltungen dort nicht so verloren vorkommen. Buschmann-Simons kann sich zum Beispiel vorstellen, dass die Gemeinde künftig unter der Kanzel Taufgottesdienste feiert. Ein wichtiger sakraler Gegenstand dafür steht schon bereit: Auch im hinteren Bereich der Martin-Luther-Kirche befindet sich ein Taufbecken.

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